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Verbesserung des Münzwesens im Interesse des Handels. Insofern
die Bank Wechselkontor und später Lehnbank von Handelsgeld
war, wurde dem Handel durch sie wirklich ein Dienst erwiesen;
allerdings besaß das Bankgeld nicht die ihm zugeschriebene Wert-
beständigkeit. Aber schon der Ruf seiner Festigkeit war in den aus-
ländischen Beziehungen nützlich. Besonders war es dem Handel
und dem gesamten Wirtschaftsleben förderlich, daß es jedermann
gestattet war, Handelsmünzen zu prägen, deren Gewicht, Gehalt
und Stempel feststanden, deren Preisbestimmung jedoch ganz dem
Handel überlassen blieb. Die holländischen Löwentaler, Reichs-
taler und goldenen Dukaten genossen überall im Auslande einen
ausgezeichneten Ruf!). Und wenn auch der Wechsel schon früh-
zeitig im Verkehr erschien, so wurden wichtige Handelszweige, So
nach der Ostsee und Ostindien, noch lange Zeit überwiegend mit
barem Gelde betrieben. Als sehr wichtig erwies sich die Bank-
zahlung namentlich durch die Ersetzung des Kapitals, das in dem
Metallgeld umlief. Eine Ersetzung des Metalls als eines Umlaufs-
geldes durch Ausgabe von Banknoten erfolgte vor der Errichtung
der ‚Niederländischen Bank‘ von 1814 nicht. Man hegte noch
eine viel zu große Vorliebe für den Umlauf von Metallen. Sehr
nützlich wirkten die Kassierer, sie dehnten sich im 18. Jahrhundert
aus; um 1770/80 gab es ihrer in Amsterdam 54. Bei ihnen wurde
es allmählich Gebrauch, einen Teil des ihnen anvertrauten Metalls
zur Eskomptierung von Wechseln oder zu Vorschüssen oder Blanko-
Krediten zu benutzen. Das war eine sehr nützliche Erweiterung
ihrer Wirksamkeit, da sie dadurch gleichsam Umlaufsbanken wurden.
Doch gewannen die Kredit-Zahlungsmittel sowohl. der Wechselbank
wie der Kassierer nie die Form eines umlaufenden Papiers; sie waren
stets nur Buchkredite; im Wesen des Zahlungsmittels bestand aber
kein Unterschied zwischen Buchkredit und umlaufendem Papier.
Man zog offenbar ersteren vor, weil er weniger Abstoßendes und Ge-
»r. 1) Vgl. De Koopman, V, 86 f. Auf einen Antrag der Generalmünzmeister
von 1732, vorläufig die Prägung der silbernen Münzen einzustellen, gingen die
Generalstaaten nicht ein (van Dillen, Bronnen, S. 369). Die Verbreitung
der Bezahlung in Löwentalern über Ostindien, die Levante, Cypern, Griechenland,
Persien, Armenien usw. wird schon 1635 erwähnt (ebenda, S. 77). Die holländischen
goldenen Dukaten wurden vielfach im Auslande gefälscht; im Jahre 1749 ordneten
die Generalstaaten auf Drängen der preußischen Regierung die Rändelung der
Dukaten an (v. Schroetter, II, 62).
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