fullscreen: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

18. Titel: Bürgidhaft. Borbemerkungen, 
1395 
jtandene Schuld gegen das Verfprehen des Gläubiger, Stilihweigen zu 
bewahren, j. RGE, Bd. 33 S. 3837 ff. 
Neber die Anwendbarkeit des 8 130 auf den Bürgjhaftsvertrag |. Urt. 
b. HeichZger. vom 10. Oktober 1905 Iur. Wichr. 1905 S. 715 ff. 
8, Ueber Zwek und Gegenftand der Bürgihaft {. Dem, 3 und 4 zu S 765, über das 
Erfordernis der Schriftform |. S 766 und Dem. Hiezu. 
4, Hinfichtlih des Erforderniffes der bormundfehaftsgerichtlihen Genehmigung |. SS 1643 
Abf. 1, 3, 1822 %r. 10, 1825. 
5. Ueber befondere Arten der Bürgfehaft (inSbejundere Nadhbürgjhaft, Rücblüirg{hHaft 
und Schadlosbürg[hHaft) |. Bem. I zu S 765. 
6. Verwandte Verträge. 
a) Neber die Interzejfjion (Nebernahme einer fremden Schuld) enthält das 
BGG. (abgefehen von den 88 414—419) Keine befonderen Befilmmungen 
9%, IT, 657; vgl. Dernburg, Band. Bd. 2 8 83, WindjGHeid-Kipp, Pand. Bd. 2 
5. 1127 Anm. 2, BLN. ZI. IV cap. 10 8 24). Die für Fnterzeffionen von 
Yrauen nad früheren Rechten noch beitehenden Beidhränkungen Hat das BGB, 
efeitigt (vgl. Bb. IV S. 133 Borbem. V vor $ 13583). Ueber den Unterfchied 
zwifgen Schuldmitübernahme und Bürgihaft }. Insbej. Reichel a. a. D. 
S, 86 ff. und in Bayr. 3. f N. 1910 S. 125 ff. 
Au der Garantievertrag (Uebernahme der VBerpflihtung, für einen 
beftimmten Erfolg einzuftehen) {ft vom BGB. wegen der Verfchiedenheit der 
Berträge, die eine Garantieleiftung zum Zwed und Inhalte Haben, nicht zum 
Begenitand allgemeiner Borfchriften gemadt worden (M. II, 658; vgl. Bem. 4 
‚u 8 306, ferner oben S. 524 Einl. Ziff. 2, e und die dort erwähnte Siteratur, 
'owie ROR-Komm. Borbenm. 6, b). 
Da der Garantievertrag nicht Bürgihaft ift, unterliegt er. nicht der Zorn 
vorfdhrtit des S 766 (Urt. d. Reichsger. vom 29. Süni 1905 NGE. Bd. 61 
3. 157 ff. und vom 2. Mai 1906 Bayr. 3. f. N. 1906 S. 247, Urt. d. OLG. 
Stuttgart vom 15. Dezember 1904 Recht 1906 S. 619, Urt, d. Kammerger. vom 
L4. Mai 1909 Rfpr. d. OLG, Bd. 20 S. 236). 
, Neber die Verfchiedenheit des GarantievertragE vom Biürgichaftsvertrage 
N. auch Urt. d. Meichager. vom 24. September 1906 Sruchot, Beitr. Bd. 51 
"S. 595. Ein al „Bürgjhaft“ GLezeidhnete8 Rechtögefhäft kann in Wahrheit 
iSarantievertrag fein und umgekehrt; (vgl. Urt. d. Kammerger. vom 21, Dezember 
1808 Mipr. d. DLG. Bd. 20 S. 237, Urt. d. NeidhZger. vonr=22. Februar 1909 
Recht 1909 Nr. 2108); maßgebend ijt der InhHalt der übernommenen Verpflichtung 
‘Urt. d. ReihSger. vom 26. Oktober 1908 Recht 1908 Nr. 3595). . Ueber Garantie 
ir die Sicherheit einer abgetretenen Forderung f. unten unter £ 
Neber das Verhältnis einer Garantiefrift zur Frift des $ 477 f. Bem. 3, a, « 
‚u 8 477; über das Verhältni8 einer Garantiefrift zu dem Erfordernifie ber 
Mängelrüge (OSB. 8 377) f. Bem. IV, 13 zu $ 459. 
Die Berfidherung einer Forderung durH Afjfekuranzvertrag bemißt fich 
gemäß ES. Art. 75 nach Landesrecht (MM. II, 658); f. nunmehr RG. über den 
Berfiherungsvertrag vom 30, Mai 1908 (RGBI 1908 S. 263 ff.) Ueber Bürg- 
ichaftsverträge, die zugleiG VerfihGerungsverträge im Sinne des RO. vom 
12, Mai 1901 find, |. Urt, d. Rammerqger. vom 26. Mat 1902 Kihr. d. OLG. 
Bd. 5 S. 34 fl. 
1) Na römtjhem Rechte war Verbürgung auch dur constitutum (debiti 
alieni) möglig. Die Befonderheit diefes Vertrag Beftand hauptjächlih darin, 
daß der Konftittent zur Zahlung auch dann verpflichtet war, wenn die Haupt« 
'hutld zur Beit der Mage nit mehr beitand. Schon tie hHerrichende Lehre des 
20% 
3)
	        
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