Full text: Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

312 
dem Einschiffungsorte, dessen Wahl auf Bremen gefallen ist, 
jeder ledige Auswanderer fl. 300, und jede Familie fl. 600 
als Eigenthum nachweisen kann. Diese Summe von fl. 300 
resp. fl. 600 wird bei dem Vereine deponirt, und zwar vor 
der Einschiffung bei der Direction in Mainz und dem Banquier 
der Gesellschaft, Herrn L. H. Fiersheim in Frankfurt am Main, 
oder vor der Einschiffung in Bremen selbst, bei einem seiner 
Zeit daselbst zu bestellenden Agenten des Vereines. Für diese 
Summe bestreitet der Verein freie Ueb erfahrt nebst Ver 
köstigung von Bremen bis an den Ausschiffungsort, welches 
sich auf ungefähr fl. 60 pr. Kopf belaufen wird, freien Land 
transport für Personen und Gepäck von dem Ausschiffungs 
orte bis auf die Colonie selbst, auf den Wagen und in den 
Zelten der Gesellschaft für ca. fl. i o pr. Kopf ; er bestreitet ferner 
die Uebergabe eines Wohnhauses in der Colonie (wenn der 
Einwanderer nicht vorzieht es sich selbst zu bauen), im Kosten 
anschläge von ca. fl. 60, und händigt durch seinen Agenten 
in Bremen jedem ledigen Auswanderer die Summe von fl. 20, 
und jeder Familie die von fl. 50 zur Bestreitung etwa ent 
stehender Nebenausgaben ein; über den restirenden Betrag, 
der je nach der Kopfanzahl der auswandernden Familien sich 
verschieden herausstellen wird, wird der Agent im Namen des 
Vereins dem Auswanderer vor der Einschiffung einen Em 
pfangsschein ausstellen, welcher in der Colonialkasse als baares 
Geld betrachtet werden wird, und auf dessen Vorweisung der 
Colonist Geräthschaften, Materialien und Vieh zur Landwirth- 
schaft sowie Lebensmittel zum Unterhalt zu den in der Colonie 
zu fixirenden möglichst niedrigen Preisen, so lange aus dem 
Vereinsmagazine fordern und beziehen kann, bis der eröffnete 
Credit erschöpft ist, oder auch nach Belieben baare Beträge 
in dortiger Landesmünze aus der Colonialkasse erheben kann, 
durch welche letztere Massregel der Vortheil erwächst, dass 
die Baarschaften auf der Reise nicht verloren werden können, und 
auch beim Umwechseln des Geldes in Amerika durch den 
verschiedenen Geldcours nicht zu viel eingebüsst wird. Die 
von dem Verein sorgfältig angestellten Berechnungen haben 
das erfreuliche Resultat geliefert, dass die obengenannten
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.