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Es befanden sich im nordpacifischen Ocean an amerikanischen Walfahrern
*):
600
95
61
40
18
1855
1866
1868
1871
1880
Seit dieser Zeit hat sich der Fisch- und Robbenfang gleichmäßig
über alle südlichen und nördlichen Bezirke ausgedehnt, die Hauptaussuhrländer
für Tran sind heute Norwegen, Neufundland und die südamerikanischen
Staaten 2 ).
So hatte also der Raubbau der Menschen ein Gebiet nach dem
anderen verwüstet, welches der Reichtum des Meeres in nnerschöpflicher
Fülle dargeboten zu haben schien, und erst in der Behringsstraße hatte
man, wenn auch spät, so doch noch zur rechten Zeit, wirtschaftende
Sparsamkeit gelernt. Aber dieses wirtschaftliche Vorgehen Amerikas
ist nicht zu beurteilen als die Schaffung eines zu erhaltenden Vorrates
der Weltwirtschaft, sondern als ein Ausfluß der Monroe-Doctrin,
also eines politischen Prinzips. Daher sehen sich die tranverbrauchenden
Nationen vor die Notwendigkeit gestellt, Transubstitute zu
finden, und dieser Zustand leitete die letzte Phase ein. Schon im Anfang
des vorigen Jahrhunderts, als die nördlichen Jagdbezirke ausgeplündert
waren, hatte man in den Tranlampen Pflanzenöle zu verwende«
begonnen b), die Londoner Weltausstellung zeigte große Auswahl
von Fetten, und die Folge dieser ganzen Bewegung ist, daß der
Tran heute in den großen Bezirk der Fettindustrie, insbesondere Fettchemie,
eingegangen ist. Wo irgend möglich, werden heute die nicht
mehr ausreichenden natürlichen Fettstoffe durch sogenannte künstliche
ersetzt, pflanzliche, wie das Olivenöl, mineralische, wie die Vaseline,
tierische, wie Klauenfett, Knochenfett, Talg; die neuen Bestrebungen
zur Fettgewinnung aus den thermochemischen Kadaververnichtungs- und
Verwertungsanlagen, aus Lederentfettungsanstalten, aus den seifenhaltigen
Abwässern von Wäschereien usw., der Übergang von immer
größeren Mengen von Ölen und Fetten in die Nahrungsmittelindustrie,
die Härtung der flüssigen Fette durch Reduktion, das sind lauter interessante
Momente, welche hier nur erwähnt seien, um zu zeigen, welche
Probleme der Fettindustrie gestellt sind. So hat sich einerseits der
Tranverbrauch verhältnismäßig eingeschränkt, andererseits hat man eine
immer größere Zahl von kleineren Seetieren zur Trangewinnung heran-')
Scherzer 1885, S. 452—453. -) Friedrich 1911, S. 172, 332, 368.
3 ) Krünitz 1844, S. 492 ff.
Ebert, Entwicklung der Wcißgerberei. 6