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te Arbeitsteilung, indem nämlich zwischen den Eierlieferanten, sei dies
' Urproduzent oder der Händler, und zwischen den Gerber sich ein
es Gewerbe einschiebt, nämlich die Albuminfabrikation. Sie zerdas
Ei in Eigelb und Eiweiß, das Eigelb bringt sie in Fässern
,en Handel, während von ihr das Eiweiß als Albumin an die
Konditoreien und andere Gewerbe der Nahrungsmittelbranche, an Tuchdruckereien,
an Albuminpapierfabriken, für photographische Zwecke usw. *)
an den Mann gebracht wird. Die Einführung der Faßeier bedeutet
einen großen Fortschritt für die Glacegerberei, allerdings anfänglich nur
im Sinne des Großbetriebes; denn die Faßeier machen die Glacegerberei
von Konjunkturschwankungen, von spekulativen Machinationen
ziemlich unabhängig, sie lassen sich von den Albuminfabriken, welche ja
auch das Eiweiß zweckmäßig verwenden können, verhältnismäßig billiger
beziehen, als das Eigelb der frischen Eier zu stehen käme; aber die
Faßeier waren für den kleinen Handwerker anfänglich nicht brauchbar,
weil das angebrochene Faß ziemlich schnell verarbeitet werden mußte 2 ),
um das leicht verderbliche Eigelb nicht in Fäulnis übergehen zu lassen,
eine Forderung, welcher natürlich nur der Fabrikant, nicht aber der
kleine Handwerker genügen konnte. Damit kommen wir zur Frage der
Konservierung der Faßeier.
Die Konservierung der Faßeier erfolgte ursprünglich mit Salz,
welches in einem Mengenverhältnis von 4—5 °/ 0 8 ) als trockenes Pulver
beigefügt wurde, um den wirksamen Gehalt des Eigelbs nicht zu verdünnen.
Es sei gleich hier bemerkt, daß diese Konservierung von ihrem
ersten Auftreten ab bis zum heutigen Tage Fälschungen geradezu provozieren
muß; denn es ist natürlich einträglich, das konservierende Salz
zum Preise von 80—120 Mark pro 100 kg zu verkaufen ^); daher
sehen sich, was natürlich ebenfalls wieder nur größeren Fabriken möglich
ist, die Käufer bei Abschlüssen zu genauen Analysen der Faßeier veranlaßt
°). Die oben genannten 4—5% Salz erwiesen sich aber bald
als ungenügend, besonders, seit die Faßeier bei ihrem Transport heiße
Wegstrecken zu durchlaufen haben"). So hat man in der Folge eine
ganze Reihe von Konservierungsmitteln vorgeschlagen und versucht, so
Alauns Borsäure^), Carbolsäure, Salicylsäure e ), Kalk und andere,
0 Gerber 1874, S. 135; Berliner Berichte 1901, Nr. 42, 4. Beilage.
2 ) Gerber 1893, S. 4. -) Deutsche Gerberzeitung 1878, Nr. 37.
*) Gerber 1874, S. 135.
6 ) Vgl. Berliner Berichte 1898, Nr. 41, 3. Beilage.
6 ) Gerber 1893, S. 282. ’) Gerber 1874, S. 135.
8 ) Gerber 1888, S. 100.
8 ) Berliner Berichte 1898, Nr. 41, 3. Beilage; Schönmanns Journal 1896, Nr. 9.
10 ) Berliner Berichte 1901, Nr. 42, 4. Beilage; Schuh und Leder 1903,
Nr. 31, S. 31.