5, Muster einer Benachrichtigung des Gläubigers
über die Eintragungen in dem Reichsschuldbuch
für die Entschädiaungen
Reichsschuldenverwaltung BerlinSW68,d.16.August 28.
— Schuldbuch — Oranienstraße 106/109
Gesch.-Buch-Nr. 7118 Fernruf: Dönhof! 4500-5
Konto: 6% (Li) Abt, I L Nr. 57.
Bei Eingaben ist die Gesch.-Buch-Nr.
und die Kontenbezeichnung anzugeben.
An
den Kaufmann
Herrn Gustav Lehmann und Ehefrau
Berlin SW 68
Lindenstr. 35
Benachrichtigung.
Dies Schriftstück ist keine Verschreibung über die
Forderung; eine solche wird nicht ausgestellt. Die
Rechte des Gläubigers beruhen allein auf der Eintragung
im Schuldbuch. Über die Eintragung wird
nur diese Benachrichtigung ‚erteilt.
Auf Ersuchen des Reichsentschädigungsamts für
Kriegsschäden haben wir heute in dem deutschen
Reichssehuldbuch über die Entschädigungen für Sie
das obenbezeichnete Konto mit den umseitig aufgeführten
Eintragungen eröffnet. .
Die Stammentschädigung wird vom 1. April 1929
ab mit 6 vom Hundert jährlich verzinst. Die Zinsen
sind halbjährlich nachträglich am 15. April und
15. Oktober, erstmalig am 15. Oktober 1929, mit je
362 RM. 61 «Rpf. fällig und werden Ihnen mit 339 RM.
48 Rpf. und den umseitig in Spalte 3 unter 1fd. Nr. 1—3
eingetragenen Pfandgläubigern bis zu ihrer Befriedigung
in der in Spalte 4 angegebenen Höhe zum Fällig
keitstermin durch die Post gezahlt werden.
‚Die Tilgung der Stammentschädigung erfolgt in
einem Betrage bis spätestens 31, März 1942.
Der Wiederaufbauzuschlag wird erst vom 1. April
1943 an verzinst und retilgt.