Mikroskopische Untersuchung. Unkrautsamen und Yerfälschungsmittel. 393
In den Futterabfällen, welche Bestandteile des Wachtelweizens enthalten
können, erkennt man dieselben (Fig. 175) an den radial gestellten, in der Tangential
ansicht 5—6-seitigen Palissadenzellen und den darunter liegenden, stark porös ver
dickten, regelmäßig 5—6-seitigen, mit Eiweiß und Fett gefüllten Zellen der Schale.
Querschnitt durch den Samen.
Fig. 175. Wachtelweizen.
Tangentialansicht der Oberhaut des
Wachtelweizens.
(Vergr. 160.) Nach J. Möller.
Windenknöterich, Polygonum cohtoIvuIus L.
Die Knötericharten bilden einen steten Begleiter des Leinmehles und kommen
auch oft im Rapskuchen und in der Kleie vor.
Sie zeichnen sich makroskopisch durch die roten bis braunschwarzen, glänzenden,
schildförmigen Fruchtschalen aus, welche zu dreien, um den Samen gefügt, die 3-kantigen
Früchtchen bilden. Ihre Härte verdanken dieselben den
radial gestellten, in der Tangentialansicht sternförmigen
Palissaden. Dieselben
stehen (Fig. 176) bei dem
ampferblättrigen Knöte
rich säulenförmig um ein
weites Lumen. Bei dem
Windenknöterich sind sie
käulenförmig entwickelt
i » , Querschnitt.
1 Eni^ Clltschale - 11 Samenschale,
auf a Farbstoff, b Warzen
'■****■ —
Tangentialansichten zu den entsprechenden Nummern
des Querschnittes.
auf a *arc
i der Epidermis, 1' Tangential-
2 uitt durch die Epidermiszellen,
^d 3 färb- und gerbstoffhaltiges
Parenchym, 6 Kleberzellen,
7 Stärkezellen.
Fig. 176. Windenknöterich. (Vergr. 200.) Nach C. Böhmer.
! uul auf der Schalenoberfläche von zahlreichen Warzen bedeckt. Die Stärkezellen
führen dicht aneinander gepreßte und daher polyedrische, mit zentraler Hohl g
versehene Stärkekörnchen.