fullscreen: Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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Der Unterschied in den Unkostenanteilen beträgt T Mk. 293 Vs, 
im Verhältnis zum Lohn für A 24 i / 3 °/o, für B 17 5 / 9 °/o. Das Ergebnis 
der zweiten Verteilungsmethode scheint uns richtiger zu sein, denn 
es zeigt die prozentuelle Belastung dem Verbrauch entsprechend. 
Die Berechnung der Unkosten für den einzelnen Arbeiter nach 
den Lohnausgaben führt zu dem gleichen Ergebnis. 
Z. B.: Der Arbeiter Nr. 1 braucht 
10 Std. zu 60 Pfg. = Mk. 6,—, dazu 244 4 / 9 o/o' = Mk. 14,67, 
Sa. Mk. 20,67. 
Der Arbeiter Nr. 2 braucht 
15 Std. zu 50 Pfg. = Mk. 7,50, dazu 244 4 / 9 <>/o = Mk. 18,10, 
Sa. Mk. 25,60. 
Der zweite Arbeiter ist also insgesamt um etwa Mk. 5,— teurer: 
beide sind gleichmäßig mit 244 4 / 9 o/o belastet. 
Berechnet man die Gesamtausgaben für einen Arbeiter unter 
Berücksichtigung des Zeitaufwandes (l 1 Stunde verursacht Mk. 1,32 
Unkosten), so ändert sich das Bild wesentlich: 
Nr. l :Mk. 6,— Lohn Nr. 2:Mk. 7,50 Lohn 
„ 13,20 Kosten für 10 Std. „ 19,80 Kosten für 
15 Stunden. 
Mk. 19,20 Mk. 27,30 
Nr. 2 ist im Lohn um Mk. 1,50, in den Generalkosten um 
Mk. 6,60 teurer! Die zweite Berechnung bringt die tatsächlichen 
ungünstigeren Verhältnisse genau zum Ausdruck: die Arbeit von 
Nr. 2 ist um 5 Stunden zu Mk. 1,32, dem größeren Kraftver 
brauch etc. entsprechend, teurer. Läßt man eine Arbeit von einem 
Lehrling besorgen, auf einer billigen, vielleicht schon völlig abge 
schriebenen Maschine und bezahlt a Mark Lohn und ein anderes 
Stück in der gleichen Werkstatt von einem Arbeiter mit teuren 
Werkzeugmaschinen fein bearbeiten, gleichfalls für a Mark Lohn, 
so werden auf beide Lohnausgaben ß °/o Generalspesen geschlagen, 
obwohl die Unkosten für beide Arbeiten stündlich verschieden sind. 
Bezahlt mau 2 Arbeitern den gleichen Akkordlohn für die näm 
liche Arbeit, dann ist der Prozentaufschlag unrichtig, wenn die 
Arbeitszeiten für die Arbeiter verschieden sind. Deshalb ist bei 
dieser Aufschlagsmethode zu sorgen, daß die Akkordgrundzeit, d. h. 
die vorhergesehene Normalzeit eingehalten wird. 
Der Stundenaufschlag ist beweglicher und läßt sich monatlich 
berechnen; doch zeigt sich seine besondere Brauchbarkeit nur bei 
der Anwendung auf Nachkalkulationen. Bei Vorkalkulationen, wo 
mit Akkordlöhnen gerechnet werden muß, ohne die genaue Arbeits 
zeit zu kennen, wird die übliche Lohn-Prozent-Methode unter Zu 
rechnung eines Prozentsatzes für Unvorhergesehenes und als Sichen 
heitsfaktor praktischer sein.
	        
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