Object : Die hygienischen Verhältnisse der Insel Formosa

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Die  Westküste  der  Hauptiusel  besteht  meist  aus  Untiefen  mit
abgelagertem  Schlamm  und  Sand,  während  im  Osten  eine  Steilküste ­
  vorherrscht,  die  mitunter  von  Sandbänken  umsäumt  wird.
An  Einschnitten  ist  die  Küste  sehr  arm.  Zu  nennen  sind  da
eigentlich  nur  Kilung  im  Norden  und  Takao  im  Süden,  daneben
höchstens  noch  Tamsui,  Amping,  Tokatsukutsu,  Rokkö,  Taihanroku,
Pinan,  Karenkö,  Suö  usw.  Doch  können  nur  die  beiden  erstgenannten
Häfen  größere  Schiffe  aufnehmen.
Der  Boden  der  Insel  ist  fruchtbar;  man  erzielt  j  ähnlich  eine  zweimalige ­
  Reisernte.  Der  Südwesten,  wo  sich  die  Hauptebene  erstreckt,
weist  sehr  ertragreiche  Zuckerrohrkulturen  auf.  Auch  der  verhältnismäßig ­
  am  stärksten  gebirgige  Norden  und  Osten  ist  ziemlich  reich  an
anbaufähigem  Flachlande.  Dieses  zieht  sich  hier  zwischen  Bergen  hin,
in  denen  sich  Gold,  Kohle,  Petroleum,  Marmor,  Schiefer  u.  a.  finden.
Überall  in  den  Gebirgen  erheben  sich  die  für  Formosa  charakteristischen ­
  Kampferwälder;  ebenso  finden  sich  sehr  zahlreiche  Betelnuß- ­
  und  Bambuswälder.
Die  Höko-Inseln  sind  überall  steinigt  und  erzeugen  kein  Reiskorn. ­
  Dafür  hat  aber  die  Inselgruppe  in  Makiu  einen  von  der  Natur
sehr  begünstigten  Hafenplatz  mit  vorzüglicher  Reede,  deren  Wassertiefe ­
  bedeutend  genug  ist,  um  auch  die  größeren  Schiffe  beherbergen
zu  können.  Daher  suchen  und  finden  alle  Schiffe,  welche  in  der  Nähe
einem  Taifun  begegnen,  hier  stets  sichere  Zuflucht.
            
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