Object: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

508 
Doktorsfrau, die ihr gegebnes Wort (ohne das sie den Ring nie 
wieder bekommen) im Interesse der öffentlichen Moral bricht, so- 
bald sie den Ring zurück hat, 
Hier geht Alles den gewöhnlichen ziemlich öden Seasidegang, 
nur daß ich leider das Baden aufstecken muß, da es mich immer 
tauber macht. Es ist mir das sehr fatal, aber es geht einmal nicht 
anders, wenn ich nicht vor der Zeit als Allsop in der Welt herum- 
laufen will. Ich schreibe heute an Laura und lade sie ein, auf 
einige Zeit herzukommen, sie wird sich dann so einrichten können, 
daß sie um die Zeit wieder in L{ondon] ist, wenn Ihr zurückkommt, ı” 
oder doch bald nachher. 
Inliegend Brief von Gumpert, der Dich überraschen wird. Ich 
brauche Dir wohl nicht zu sagen, daß es sich um die in Manchester 
lebende Schwester der Londoner Berta Böcker” handelt. 
Die Ordensverleihung an den Nordau ist wirklich unbegreif- 16 
lich. Noch vor ganz Kurzem sah ich sein schnoddriges Buch „Aus 
dem wahren Milliardenlande““ in der K[ölnischen] Zleitung] mit 
höchstem Behagen angezeigt. Aber es stimmt insoweit mit Bleich- 
rlöder], als auch N[ordau]s Schlußresultat dies: daß in dem Lande 
noch merkwürdig viel zu holen ist, was sich die preußischen hun- z 
gerleidenden Junker hinter die Ohren schreiben werden. 
Die Tinte geht mir aus, ich hab eben noch so viel, wie für Laura 
reicht, schließe also mit herzlichen Grüßen an Euch alle. 
Dein F, E. 
Du hast sehr Recht, Dich allen Hirschen etc. zum Trotz um Pa- % 
ris nicht mehr zu kümmern, als Dir paßt. 
1504. Marx an Engels in Bridlington Quay; 
Argenteuil] 1881 August 9. 
9, August 1881: 
Dear Fred, 
Soeben Deinen Brief erhalten. Ich rekommandiere diesen; an 
Briefstieberei, sagt Longuet, ist nicht zu denken; aber rekomman- 
dierte Briefe, namentlich an solchen Nebenorten wie Argenteuil. 
würden rascher befördert. 
Wir brachten meine Frau Sonnabend nach Paris, das sie in off- # 
nem Wagen sich entrollen sah, gefiel ihr sehr (macht auf mich Ein- 
druck d’une foire perpetuelle), natürlich einige Unterbrechungen 
und sitting down before den Cafes. Einen Augenblick bei Rück- 
fahrt wurde sie übel; doch will sie wieder hin. 
Der Zustand wie gewöhnlich, bald unerträglich, bald stunden- “ 
1) Im Orig. Boeker 
7 Q_ 
3° 
a 
A
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.