Full text: Die Paumgartner von Nürnberg und Augsburg

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Ankauf mehrerer Güter in den folgenden Jahren zu einer 
„Herrschaft Konzenberg“. 
Auf dem Wege der Pfandschaft kam Hans Paumgartner 
im Jahre 1533 in den Besitz des Schlosses Obenhausen, eben 
falls in der Markgrafschaft Burgau gelegen. Paumgartner 
hatte nämlich an den Hofzahlmeister Hans Angerer 3000 fl 
bezahlt und war ausserdem für 9000 fl auf das „schlesische 
Einkommen" verwiesen worden (1531). Als er daraus zwei 
Jahre lang nichts erhalten konnte, gewährte ihm Ferdinand 
als Entschädigung 600 fl und „verkaufte“ ihm im Jahre 1533 
das Schloss Obenhausen um 3600 fl. Paumgartner sollte ferner 
den burgauischen Forstmeister Konrad Rott, der auf Oben 
hausen 4500 fl stehen hatte, ablösen. Am 25. Januar 1538, 
nach Rotts Tod, erhielt dann Paumgartner die Herrschaft 
wirklich übertragen und lieh auf dieselbe am 25. April 1538 
noch weitere 2000 fl. Der Gesamtkaufspreis betrug demnach 
10 100 fl 1 ). 
Im Jahre 1533 erwarb Paumgartner das Schloss und Dorf 
Baumgarten, dessen Lehensherr Herzog Wilhelm von Bayern 
war. Der vorige Besitzer Jörg Argon, der letzte Spross eines 
alten Augsburger Kaufherrngeschlechts, hatte, als er starb, 
die Antoniuspfründe in Augsburg zu seiner Erbin eingesetzt 2 ). 
Mit Herzog Wilhelms Erlaubnis verkauften deren Pfleger 
Ulrich Rehlinger und Hieronymus Imhof das Schloss Baum 
garten am 23. August 1533 um 6000 fl an Hans Paumgartner 3 ). 
Andere Güter Jörg Argons waren an König Ferdinand zurück 
gefallen, der sie seinem Rat Johann Zott schenkte. Es waren 
Besitzungen in der Nähe von Konzenberg und daher zur Ab 
rundung des dortigen Paumgartnerschen Besitzes wohl geeignet. 
Daher verkaufte sie Zott mit Ferdinands und des Bischofs von 
Augsburg, als der Lehensherrn, Erlaubnis am 10. April 1534 
um 10 000 fl an Hans Paumgartner, der Zott wohl darum 
ersucht hatte 4 ). 
L ) Familienkodex fol. 245 a ff. 
2 ) Vgl. zu Georg Argons Tod (September 1532) Clemens Sender 
in: Chroniken d. deutschen Städte 23 S. 338. 
3 ) Familienkodex 62 a. Georg Argons Vorfahren hatten das St. 
Antoniusspital in Augsburg mit reichen Stiftungen begabt. (Clemens 
S e n d e r a. a. O. S. 338 Anm. 4.) 
‘) Nach S e n d e r (a. a. O. S. 338 Anm. 2) war es das Dorf Re- 
fingen, das damals an Zott und dann an Paumgartner kam. Johann
	        
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