IL Kapital als Produktionsmittel.
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Il. Kapital als „Produktionsmittel“,
Aber nicht nur wegen unzureichender statistischer
Feststellungen gehen die Ansichten über die Kapitalbildung
in Deutschland soweit auseinander. Viel wichtiger
sind die Unklarheiten und Meinungsverschiedenheiten
über das, was als Kapital und Kapitalbildung aufzufassen
ist. Diese Unklarheiten sind bei dem traurigen
Zustand der heutigen Wirtschaftstheorie nicht verwunderlich.
Verwunderlich ist aber, daß sie trotz des allgemeinen
Interesses für die Fortbildung der Wirtschafts-£heorie
in ihren Wirkungen gar nicht erkannt werden.
Das hängt damit zusammen, daß diese Unklarheiten mit
der heute in der Wissenschaft als Axiom geltenden technisch-materialistischen
Wirtschaftsauffassung unvermeidlich
waren und unlöslich verbunden sind. Diese
Auffassung, die das Wirtschaften mit Sachgüterbeschaffung,
Produktion, identifiziert, hängt eng mit der sogenannten
„volkswirtschaftlichen“ oder kollektivistischen
Betrachtungsweise zusammen, die statt von
den individuellen Zwecken der Menschen und ihren Bedürfnissen,
von der ganzen „Volkswirtschaft“ als einer
Einheit, von der Gesamtwirtschaft ausgeht. Das hat zu
zahllosen Irrtümern geführt, die überall noch in der
Volkswirtschaftslehre spuken und die Geringachtung
begreiflich machen, die heute in den Kreisen der Praktiker
für die übliche Wirtschaftstheorie herrscht,
Die volkswirtschaffliche, kollektivistische Betfrachtungsweise
veranlaßte nämlich, die Gelderscheinungen
auszuschalten, nur die Vorgänge der Produktion, der
Güterbeschaffung, zu betrachten, weil es der ganzen
Volkswirtschaft ja nicht aufs Geld, sondern nur auf die
Vermehrung der Produkte ankomme, auf die „DProduktivität‘“
der Volkswirtschaft.
Diese technisch -materialistische Wirtschaftsauffassung
führte dazu, die Verschiedenheit des Kausalzusammenhanges
zu übersehen, die bei der Güferbeschaffung,
der Gewinnung der Produkte aus den Produk-