Full text : Finanzen und Steuern im In- und Ausland

200 —-Näheren

 Aufschluß über Art und Bedeutung dieser Beträge ermöglicht erst ihre Zeregung.in
 Überschüsse und Zuschüsse, in Beträge regelmäßiger und außergewöhnlicher
Art, sowie schließlich in die einzelnen Betriebsarten. Es seien zunächst die Erträge
und dann die an Betriebe geleisteten Zuschüsse behandelt, innerhalb dieser beiden
Gruppen werden jeweils zuerst die regelmäßigen Überschüsse und Zuschüsse, sodann
lie Posten außergewöhnlicher Art dargestellt.
Die Einnahmen des Reichs aus betriebswirtschaftlichen Erträgen regelnäßiger
 Art betragen (in Mill. 4 bzw. AM):

darunter

Rechnungsjahr

INSzesamt



Reichs-Ausgleichungs-


 für die
Überschüsse
lar Reichs-Postund

Telegraphenverwaltung


Dost

>

1913 eeeeeeeeeeeen
1925/26 vereeereee ee
1926/27 eereereeeenene 32.2 1°) 12,0
1927/28 20.0.0... ] 119,7 Is) 70,0 ! —

Reichs- Reichsbahn
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27,6

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usw. 1)

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4,7

3,5

2,6

6,3
48 | 74

?) Reichsbeteiligte Unternehmungen, insbesondere Vereinigte Industrieunternehmungen A, G. — *) Aussehl. der AuSszleichungsbeträge
 von Bayern und Württemberg an das Reich für die Überschüsse der Reichs-Post- und Telegraphenverwaltung.
 — 5) Wegen der Verrechnung der Ablieferungsbeträge in der Rechnung der Deutschen Reichspost vel. Fußnote 1
ınten. — %*) Vorzugsdividende der Deutschen Reichsbahn-Gesellsehaft.

Die vorstehende Aufstellung zeigt, daß beim Reich in der Vorkriegszeit (1913/14)
lie betriebswirtschaftlichen Überschüsse regelmäßiger Art beträchtlich höher waren als
in jedem der hier dargestellten Nachkriegsjahre. Das Schwergewicht lag bei den Verkehrsunternehmungen
 — Post (Reichspost und Ausgleichungsbeträge der Länder Bayern
and Württemberg an das Reich für den Überschuß der Reichs-Post- und Telegraphenverwaltung)
 und Eisenbahnen (Reichseisenbahn in Elsaß-Lothringen) —, auf die nahezu
vier Fünftel der regelmäßigen Erträge entfielen. Das letzte Nachkriegsjahr, das Rechnungsjahr
 1927/28, zeigt das gleiche Bild, sogar noch in verstärktem Maße. Die Ableferung
 der Reichspost an den Reichshaushalt (70,0 Mill. A.) 1) und die Einnahmen
les Reichs aus den Vorzugsaktien der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft (29,9 Mill. XA)
machen 83 vH der Gesamterträge regelmäßiger Art aus. Ganz anders verhält es sich
in den beiden vorhergegangenen Rechnungsjahren, die deutlich den Charakter der Überzangszeit
 von der Inflation zur gefestigten Währung tragen. Im Rechnungsjahr 1925/26
hatte das Reich weder von der Reichspost noch von der Reichsbahn erwerbswirtschaftliche
Einkünfte erzielt. Das Fehlen eines Überschusses der Reichspost war in den besonderen
Verhältnissen nach der Währungsfestigung begründet. Der Postverwaltung sollte durch
den Fortfall einer Ablieferung an den Reichshaushalt die Möglichkeit gegeben werden;
lie nötigen Betriebsrücklagen anzusammeln und die in der Inflationszeit zwangsläufig
zurückgestellten betriebstechnischen Verbesserungen durchzuführen. Auch aus den Vorzugsaktien
 der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft erzielte das Reich 1925/26 keine»
Gewinn, da diese erst im Laufe dieses Jahres in den Besitz des Reichs übergeganget
waren. Wenn auch das Rechnungsjahr 1926/27 bei beiden Verkehrsunternehmungen
Erträge des Reichs ausweist ”), so bleiben diese doch in ihrer absoluten Höhe wie auch
in ihrer anteilsmäßigen Bedeutung weit hinter den entsprechenden Beträgen des Rechnungsjahres
 1927/28 wie auch der Vorkrierszeit (1913/14) zurück.

1) Die Verrechnung erfolgt bei der Reichspost z, T. in anderer Weise als im Reichshaushalt. Die in der Reichshaushaltszechnung
 für 1927/28 vereinnahmten 70,0 Mill. R.4 aus der Ablieferung der Reichspost werden in der Rechnung der Reichs
past. hereits im Rechnungsiahr 1926/27 nachgewiesen. — 2% Vol. Anmerkung 1
            
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