Object: Mietausfall, Zinsrückstand und Fällig werden von Pfandlasten in Mannheim während der ersten acht Kriegsmonate

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Allein die Stadtteile sind in sozialer, Hinsicht keineswegs 
so geschlossen, daß man großes Zutrauen zu einer solchen Folge 
rung haben dürfte. Wir haben daher wiederum wie bei unserer 
Untersuchung über den Mehlverbrauch ausgewählter Haushal 
tungen*) die Hausgrundstücke nach der Wohndichtigkeit des 
Zählbezirks ausgegliedert, dem sie bei der letzten Wohnungs 
zählung angehörten, d. h. die Wohndichtigkeit als Symptom der 
Wohlhabenheit betrachtet. Darnach ergab sich folgender Ver 
gleich : 
Wohndichtigkeits- Bewohner auf _j_ 
klasse einen Wohnraum A B — 
I bis 0,75 11 7,6 +3,4 
II 0,76—1,00 19 14,7 + 4,3 
III 1,01—1,50 27 33,1 —6,1 
IV 1,51—2,00 29 26,7 + 2,3 
V 2,01—2,50 11 16,5 —5,5 
VI über 2,50 8 6A +1,6 
Im ganzen 105 105,0 0 
Wenn auch diese Gegenüberstellung kein vollkommen ein 
heitliches Bild gibt, bestätigt sie doch zum mindesten das Er 
gebnis der ersten Verteilung nach der Stadtteilslage, daß näm 
lich die wohlhabenderen Lagen unter den nicht in die Rechnung 
einbezogenen „fraglichen“ Bogen stärker vertreten sind als unter 
den bearbeiteten. Diesmal hat aber einei solche Schlußfolge 
rung eine tragfähigere Unterlage, denn auf einen Zählbezirk 
entfielen bei der letzten Wohnungszählung nur 7,3 bewohnte 
und noch weniger eigentliche Wohngrundstücke, sodaß der Zähl 
bezirk in viel höherem Grade sozial homogen ist, als der Stadt 
teil. Vor allem aber ermöglicht uns diese Aufstellung einen 
zahlenmäßigen Ausdruck für den Grad, in dem sich 1 die fraglichen 
von den bearbeiteten Bogen nach der Richtung der sozialen 
„Bonität“ oder genauer der Wohlhabenheit der Einwohnerschaft 
der zugehörigen Grundstücke unterscheiden. Vervielfältigen wir 
nämlich für beiderlei Arten von Grundstücken den Mittelwert 
jeder Wohndichtigkeitsklasse**) mit der Zahl der zugehörigen 
Grundstücke, addieren wir die sich ergebenden Produkte und 
teilen wir deren Summe durch 105, so muß sich beide Male ein 
Durchschnittswert der Wohndichtigkeit oder also der Wohlhaben 
heit ergeben. Dieser Durchschnittswert beträgt aber für die 
„fraglichen“ Grundstücke 1,46, für die bearbeiteten dagegen 
1,52, was einem Unterschied von rund 4 o/o entspricht. 
Damit dürfte erwiesen sein, daß unsere Teilgesamtheit von 
436 Bogen ein etwas ungünstigeres Bild bietet, als die 
vollständige repräsentative Gesamtheit der 604 Bogen dies getan 
*) 3. Sondernummer dieser „Beiträge“ S. 29 1, wo die Begründung 
dieser Berechnung nachgelesen werden wolle. 
**) Als solcher ist das arithmetische Mittel zwischen den Klassengrenz 
werten, für Klasse I der Wert 0,5 und für Klasse VI der Wert 2,75 ange 
nommen worden.
	        
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