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Untersuchung von Boden.
fließenden Strom von tief abgekühltem Weingeist und wiederholt oder setzt diese Behand
lungen so lange fort, bis das Probierrohr mit einem Mantel von Eis umgeben ist, der bis
nahe an die Wand des äußeren Zylindergefäßes reicht. Hierbei tritt ein großer Teil des
Quecksilbers wieder aus. Die Kältemischung wird darauf aus dem Probierrohre entfernt
und dieses zu etwa mit reinem Wasser gefüllt. Das so vorbereitete Kalorimeter
wird alsdann in ein mit Eismantel ausgekleidetes, mit destilliertem Wasser und reinem ge
riebenen Eis gefülltes Glas- oder Porzellangefäß gestellt, welches der Größe des Kalori
meters so angepaßt ist, daß es, in das Gefäß bis nahe zum oberen Ende des inneren Eohres
versenkt, oben mit einem entsprechenden Deckel bedeckt werden kann. Dieses Gefäß wird
wiederum in ein noch größeres Gefäß gestellt, welches vollständig mit Bis angefüllt wird;
das während des Versuches aus letzterem sich bildende überschüssige Wasser kann durch
einen unten am Außengefäß sich befindenden Hahn abgelassen werden.
Fig. 13.
Eiskalorimeter zur Bestimmung der Beuetzungswärme nach A. Mitscherlich.
Darauf wird das mit getrocknetem Boden beschickte evakuierte und verschlossene
Gläschen (Fig. 12, S. 65) in das Probierrohr C gesenkt, letzteres durch einen mit Hebelvorrichtung
versehenen Pfropfen geschlossen, das mit Quecksilber gefüllte Seitenrohr des Kalorimeters
ebenfalls geschlossen, in der geeichten Kapillare mittels des Glasstabes das Quecksilber
auf 0 eingestellt und dann so lange stehen gelassen, bis 'Temperaturausgleioh stattgefunden hat.
Alsdann wird der Gang des Kalorimeters, d, h. die von ihm in der Zeiteinheit
(einer Stunde) eingesaugte Quecksilbermenge festgestellt, was zweckmäßig während der
Nachtzeit geschieht. Der Nachtgang hält sich einige Tage nach dem Anfrieren sehr be
ständig. Ist der Gang zu hoch, so kann man ihn durch Eingießen einer schwachen Salz
lösung oder dergleichen in das Eisgefäß leicht herabdrücken; so bewirkt z. B. 1 ccm
96°/ 0 igen Alkohols auf 15 1 Eiswasser einen Gangunterschied von—0,1800 g Quecksilber.
Wenn das Röhrchen mit dem Boden vorher 1 Stunde in Wasser von 0° vorgekühlt war,
so kann man schon eine Stunde nach dem Einlassen beginnen, die Beobachtung selbst nach
einer Stunde abschließen und braucht während der Bestimmungen den Gang des Kalori
meters nicht zu kontrollieren.
Nach diesen Vorbereitungen beginnt der eigentliche Versuch. Die ausgezogene und mit
einem Glasmesser leicht eingeschuittene Spitze des Deckels wird mittels der Hebelvorrichtung