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im unteren Lande an der Küste in Gang 1 ). Der Kanal von der
Geeste, Bederkesa nach der Elbe, der 1860 vollendet wurde, geht
auf die Anregung von Hauptmann Böse zurück, der 1825 von
Bremen nach Bederkesa übersiedelte und seit den dreifsiger Jahren
den Plan betrieb. Man schätzte den Kanal früher als blockade
sichere Binnenverbindung ein; er kam zu keiner Handelsbedeutung,
weil in der Zeit seines Baus, da im nächsten Jahrzehnt die Eisen
bahn Bremen und Hamburg verband, seine primitiven Abmessungen
nur noch für den Lokalverkehr ausreichten 2 ).
Bauten, S. 686 ff,; M. Lindem an, Der Norddeutsche Lloyd, S. 36; P. Neu-
baui'i Bremen-Hamburg, Bremen 1893, S. 18; Jb. d. Hdlsk. i. Brem. f. 1899,
S. 63, 1900, S, 60.)
Getrennt von diesem Küstenverkehr war der Leichterverkehr auf der
Dnterweser, auf den Bremen mit seinem Verkehr mit Bremerhaven vollkommen
angewiesen war. Die modernen eisernen Sohieppleichter haben heute die alten
Segelkähne bis auf etwa 60, die gelegentlich' noch dem Warenverkehr dienen,
verdrängt. Statuten von Kahnschiffergesellschaften etc. finden sich in
der Sammlung, die die Stadtbibliothek zur Unterweserschiffahrt angelegt hat-
Aufserdem vergleiche zur Unterweserkahnsohiffahrt Verordnungen, die in der
Sammlung der in Handlgs.- und Schiffahrts-Sachen ausg. Mandate, Bremen (1750)
und bei Böhmert, Bremer Handelsarchiv, 1864—65, abgedruokt sind, ferner:
Die Hansestädte Lübeck und Bremen, 1807 ; v. R e d e n , II, 1839, S. 170 ff, ;
M ei ding er, IV, 1854, S. 36 u. a. Dort auch Nachrichten über die ältere
Dampfschiffahrt. Die neueren Zustände hat etwa F. Zelter in dem
Abschnitt: Die Schiffahrt in Bremen und seine Bauten, 1900, S. 686, 687,
gegeben, aufserdem vergl. dafür die Lloydliteratur; Bremer Nachrichten,
15. März 1908. Im übrigen mufs ich auf die Akten des Staatsarchivs (Eichen
schiffer und Kahnschiffer) und der Handelskammer verweisen.
Meidinger und v. R e d e n zählen auch genau die kleinen Häfen und
Siele der Unterweser und der Küste auf, von denen die wichtigsten, worin auch
die Zollcharakterisierung zu beachten ist, in die Karte eingetragen sind (so auch
an der Elbe).
*) S. Victor Kurs, Tabellarische Nachrichten.
2 ) Vgl. die Mitteilungen in Hermann Allmers Biographie Hauptmann
Böse, Bremen 1884, S. 76 ff,; Archiv der Handelskammer in Bremen
u. a. Eine Schrift Böses über den Kanal ist 1833 bei Hahn in Hannover
erschienen. Über die grofsen Ideen, die einige Bederkesaer weiter an ihren
Kanal knüpften, indem sie die Bahn von Hannover auf Bremen und Hamburg
auf Bederkesa verlegten, habe ich bereits früher eine Andeutung gemacht.
S. E. Pesohau, Über die Hannoversche Eisenbahn, Hannover 1834; Akten
der Bremer Handelskammer, des Bremer Staatsarchivs; Hannoversche Landes
blätter 29, Mai 1835 u. a. Der Hadelnsche Kanal zur Entwässerung des
Siatlandes ist bereits in den dreifsiger Jahren gebaut worden. 1642 hatten
bereits die Bremer die Idee eines Kanalbaus durch diese Gegenden; die Herr
schaft Bederkesa war ja damals stadtbremisch, doch kam es nicht zu einer
Einigung unter den Interessenten, der lauenburgischen Schutzherrschaft über
Hadeln, Stadt und Erzbistum Bremen.