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geladen wurde, später auch von der Jade direkt auf Leichtern in
die Weser dirigiert, was England zugestand 1 ).
Die Oberweser ist in all der Zeit nur von ihren schlimmsten
Untiefen 8 ) befreit und allmählich einer geordneteren Strombauverwaltung
unterstellt worden. In der Zeit der alten Stapelschifiahrt
bestanden die sog. Mastgelder, die für die Schifferschaften von jedem
Schiffszug eingehoben wurden 3 ), später gab es hei der Oberweserreiheschiffahrt
eine Kasse, deren Erträge zu dem primitiven Auspflügen
benutzt wurden 4 ). Die Uferbauten waren zumeist ursprünglich
‘) W. v. Sippen, Gesch. d. St. Bremen oit,; G. S e 11 o, Oldenburgs
Seeschiffahrt, Leipzig 1906, S. 37—39; C. A. Heineken, Geschichte der fr.
Hanse-Stadt Bremen (Orig. M. Stb.), 1812, S. 350 ff., 382, 383; J. H. Duntze,
Geschichte der fr. Stadt Bremen, IV. Bd., Bremen 1851, S. 654, 661, 678 ff.,
699, 735, 738.
2 ) Nachrichten darüber in den Druckschriften der Sammlung der Stadtbibliothek
Die Oberweserschiffahrt; in den Jahresberichten der Vereinten Weserdampfschiffahrt
1844, S. 21 u. s. w. (Sammlung Oberweser-Dampfschiffahrt); bei
Duckwitz, D. S. 13ff; in den v. Hormayrschen Fragmenten etc. In
den zwanziger Jahren wurden bei den Revisionen etwa 110 Seichten etc. festgestellt.
Eine Aufzählung der 1848 noch von den Schiffern monierten
schlechten Stellen, Leinpfadhindernisse etc. gibt Fr. Hülm, Die Weser, Zeitschrift
des Vereins für deutsche Statistik, I. Jahrgang, 1847, S. 677 und
II. Jahrgang, 1848, S. 387, 394. Im übrigen s. die Akten,
3 ) s. Patje, Abrifs des Fabriken-, Gew.- u. Handlungszustandes in den
churbr.-lüneb. Landen, 1796, S. 440 ff. etc Die Vlothoer Gilde, die die Weser
zwischen Hameln und Bremen fahrbar hielt, während die Mündener Gilde
die Weser oberhalb Hameln, bis Münden, zu versorgen hatte, hatte 1815 nur
120 <vjf Mastgelder eingenommen, 1788 wurden die jährlichen Einnahmen aus
den Mastgeldern für die Mündener Gilde auf 85 bis 90 off berechnet, für die
Vlothoer Gilde wurde dieselbe Einnahme geschätzt. Die Besserung bestand
zunächst im Durchpflügen der Grandbänke, H. Keller, Weser und Ems,
Berlin, 1901, III. Bd., S. 160; Job. Lud. Quentin, Berichtigung eines
Abrisses von der Schiffahrt auf der Weser, Göttingen 1788, S. 14, 17, 32, 33,
Eine Muddemühle (Handbagger), deren Betrieb aber bald wieder aufgegeben
wurde, ist vorübergehend in Hameln in Tätigkeit gewesen. (Fr. Sprenger,
Geschichte der Stadt Hameln, Hannover 1826, S. 135). Mit den von den
Schifferschaften aufgesammelten Geldern wurden auch Prozesse, so gegen
Beeinträchtigung durch Fischerei etc., geführt.
4 ) Im Mai 1827 erliefe die Schiffahrtsdeputation in Bremen eine gedruckte
Bekanntmachung, wonach statt des bisher üblichen Anspflügens im Bedarfsfälle,
wenn ein Schiffer festsafe, das Auspflügen generell in der flauen Zeit, wenn
das Wasser an der Weserbrücke auf 1 Fufe gefallen sei, vorgenommen werden
sollte; die Oberweser wurde in sieben (Münden—Karlshafen—Holzminden—Hameln
— Vlotho—Stolzenau—Ploya—Bremen), die Aller und Leine in drei (Celle-Hudemühlen,
Hannover-H,, H.-Aller Ort) Distrikte eingeteilt. 1834 wurde das System
wieder verlassen, rrnd jeder Schiffer pflügte wieder im Bedarfsfall, erhielt aber die
Kosten aus der Kasse ersetzt. 1847 hat das Auspflügen anfgehört, weil es