fullscreen: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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bestände Aufbesserungen, deren Nötigteit anerkannt wird, nicht 
zulassen. Tie verteuerte Lebenshaltung fordert aber dringend, 
daß eine Erhöhung der .n nappschaftsremeu eintritt. Diese sind 
seit Ausbruch des Krieges nur in einzelnen Vereinen um weni 
ges gestiegen und zwar nur dadurch, daß Bergwerksverwaituu- 
gen, so im Saarbrücker Kuappschaftsverem, Teuerungszulagen 
zu den Renten bewilligten, die aber bei Reichsrentnern heute aus 
gerechnet werden. Ebenso verhält es sich im Allgemeinen Knapp 
schaftsverein Bochum, wo man sowohl den Kuappschaftsinvaliden, 
wie auch den Witwen und Waisen durch Zuwendung des berg 
baulichen Vereins Teuerungszulagen gab. Nachdem aber durch 
die Bundesratsverordnung vom 6. Januar 1918 Zulagen für 
Rentenempfänger der. Invalidenversicherung gewährt wurden, 
rechnet man auch lster diese Zulage den Reichsrentnern auf. 
Tie KuapPschaftspensiouen sind für die heutige Zeit bei der 
durch die Kriegseinwirkung verteuerten Lebensweise zu niedrig. 
Nach der Statistik der Knappschaftsvereine Preußens für das 
Jahr 1911 betrug die durchschnittliche Höhe der satzungSmußigen 
Pensionen bei den Krankheiisinvalidcn 388,40 Mark chhrlich, 
bei den Unfallinvaliden 204,41 Mark, und bei den Kriegöin- 
validen 186,18 Mark. Ta durchschnittlich die Hälfte der Jnva- 
!idi npensionen an Witwen gezahlt wird, kann man er»ie''eu. wie 
gering erst die Rencen dieser sind. 
Tie Knappschaftsmitglieder drängen darauf, daß Erhöhung 
der KuaPPfchaftSrenten eintreten müsse. Die Knappschaftsver- 
ofne weisen aber, wenn solche Anträge einlaufen, darauf hin. das; 
die verringerten Vermögensbestände Aufbesserungen, deren Nö- 
tigkeit durchaus anerkannt wird, nicht zulassen. Die Vermögens- 
Verhältnisse der Knappschaftsvereine waren schon vor Beginn des 
Krieges derart, daß sie in Wirklichkeit die Leistungen für die 
Knappschaftsmitglieder nicht garantieren konnten, und hat der 
Krieg erst recht große Lücken gerissen. 
Das ii or sinn sie tu' Vermögen deckte die 
laufenden Pensionen im Jahre 1813 beim 
Jur Deckung der Aewartsckaf 
für waren Ende 1913 diirchschn. für 
Jahre 1 Penswuskassenmiigiied vorh. 
Allgem. Knappschaft 
sverein Bochum 11 
72 JL 
Brandenburger 
19 
286 JL 
Halberstädter 
„ 12 
174 JL 
'Hallescher 
„ 17 
330 Ji 
Haupt- 
„ ! 1 
166 JL 
Plessischer 
„ 9 
43 Ji 
Rheinpreußener 
62 
413 JL 
Thüringischer 
8 
19 JI 
Der Krieg mit 
seinen Begleiterscheinungen 
hat dies 
hältnisse nun sehr 
verschlechte» t, und zwar in 
allen de 
Knappjchaftsvereiiiei..
	        
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