Abb. 78. Heringstonne. Abb. 79. Bordeaux-Oxhofte.
Art mit Weidenreifen vollbündig garniert. Abb. 78 zeigt zwei
Heringstonnen, die linke, die Emdener Tonne mit verzinktem
Eisenband, die rechte, — die übliche Schottentonne, — mit
Weidenreifen garniert.
Die Böden werden in der verschiedensten Weise versteift.
Abb. 79 zeigt an den beiden liegenden Tonnen rechts eine Faß-
bodenversteifung mit einem Riegel, der radial verstöpselt ist,
links eine solche, deren Riegel.gerade verstöpselt ist. Die Fässer
selbst sind Bordeaux-Oxhofte. Als Ersatz für diesen Riegel
findet man häufig einen inneren Faßring aus starkem Weiden-
holz, gegen den sich der Boden abstützt. Der Boden selbst wird
eingeklemmt in eine Rille, die in die Faßdauben eingeschnitten
ist. Gelegentlich findet sich auch eine Verstärkung des Bodens
durch einen zweiten Gipsboden, der namentlich bei Oxhoften
und Olivenölpipen angewendet wird. Dieser Gipsboden darf,
worauf in der Taraordnung noch eingegangen wird, nach den
Zollbestimmungen der günstigen Tara wegen entfernt werden,
Es kommt auch eine Reihe selbst stärkerer Fässer vor,
die diese genannten Versteifungen nicht haben, deren Boden
dann etwas schwerer konstruiert ist.
Das Faß ist im Vergleich zu anderen Packungen haltbarer;
dies besonders im Vergleich zur Holzkiste, die allerdings auch
wesentlich billiger ist. Als Vorteil des Holzfasses wird gerühmt,
daß dieses leicht zu reparieren ist und bei Undichtwerden wäh-
rend des Versandes durch Zusammenziehen der Reifen dieser
Schaden schnell abgestellt werden kann. In bezug auf Dauer-
haftigkeit scheinen allerdings Metallfässer Holzfässern überlegen
zu sein.
Faßherstellung
Dicke Faßdauben, wie z. B. die der Bierfässer werden in
größeren Kesseln gekocht und dann gebogen (Bierfässer haben
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