Object: Preußisches Landbuch

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Gymnasium, 1862 als Gymnasium anerkannt (städtisch, evangel.). 
Freistellen im Gymnasium wie in der damit verbundenen Bor- und 
Bürgerschule giebt es für Einheimische 20 pCt.; Prämien-Fonds; die 
Stipendien, welche der Magistrat und die St. Nikolai-Kirche lahrlich 
an Studirende vertheilen, belaufen sich aus 700 Thlr. (Wiese 126). 
Gymnasium Stargard in Pommern, 
aus der Verbindung der alten Raths-Schule und des 1631 von beni 
Bürgermeister Peter Gröning mit 20,000 Gulden gestifteten Kolle 
aiums mit der 1759 von beni Kriegsrath VaNgerow gestifteten Real- 
Schule hervorgegangen und „Königliches und Gröningsches Gymnasium 
genannt. Die Anstalt bezieht einen Theil ihrer Bedürfnisse aus den 
Gröning scheu Testaments-Stiftungen und erhielt Zuwendungen von 
dem Bürgermeister Movi ns und dem Direktor Falbe. (Wiese S. 
145) Vgl. Falbe. 
Gymnasium zu Stendal, 
eine alte Anstalt, seit 1820 unter dem jetzigen Namen. Stipendien 
für Schüler jährlich 200 Thlr. ans dem Kloster B erg e schen-^tiftnngs 
Fonds. Vgl. Eichlcr, Haacke, Schönebeck. 
Gymnasium zu Stettin. 
Eine aus zwei älteren Instituten zusammengesetzte Anstalt, königlich und 
städtisch. König Friedrich Wilhelm III. begründete 1817 das Refor 
mations -Stipendium für Studirende; das Maricn-Stist verleiht L) 
Freistellen. Verbunden mit dem Gymnasium ist das im 14. Jahr 
hundert von dem Stettiner Bürgermeister Otto Jageteuffel ge 
gründete Kollegium (Alumnat), in welchem 24 junge Leute in Allem 
frei gehalten werden und den nöthigen Unterricht genießen sollen. Die 
Lehrer-Wittwen-Kasse hat ein Vermögen von 12000 Thlr. (Wiese 
S. 140). 
Gymnasium zu Stolp, 
aus dem früheren Lyceum hervorgegangen, 1833 höhere Bürgerschule, 
1854 Real-Schule, 1858 Gymnasium mit einer höheren Bürgerschule. 
Sechs Stipendien für Studirende (jährlich 314 Thlr.), und einige 
letztwillige Zuwendungen für Lehrer. (Wiese S. 154.) 
Gymnasium zu Stralsund, 
ein städtisches Institut, gestiftet 20. April 1560. Bei Gelegenheit^ der 
im Jahre 1860 stattgefundeneu dritten Säkularfcier wurden sechs Frei 
stellen für unbemittelte Schüler eingerichtet. Vgl. Eolbergfche Stif 
tungen. 
Gymnasium zu Thorn. 
Ein evangel. Institut, königlichen und städtischen Patronats mit einer 
Real-Schiile 1. Ordnung. Die Anstalt hat schon in früheren Jahr 
hunderten viele Zuwendungen erhalten. Bürgermeister Stroband 
stiftete (1594) ein Haus zur Aufnahme armer Schüler (die O ekonoune), 
Bürgermeister Krieves (+ 1639) vermachte ihr 10,000 und der
	        
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