ihre Rohstoffversorgung zu der ausländischen befindet, erklärt sich die
außerordentliche Bedeutung, die den Fe-Trägern als Rohstoff zukommt.
Dabei ist zu bedenken, daß bei einem nach dem Thomasprozeß herge-
stellten Rohblock die Einsatzkosten der Fe-Träger etwa 55 bis 60 % der
gesamten Erzeugungskosten darstellen.
In Anbetracht dieser Gesamtlage war es erforderlich, einen Über-
blick über den Bedarf der‘ deutschen eisenerzeugenden Industrie an Fe-
Trägern und die inländischen und ausländischen Quellen, aus denen er
gedeckt wird, zu gewinnen, Dabei waren die Bedingungen, die hierbei
für Deutschland und andere eisenerzeugende Länder gelten, zu berück-
sichtigen, vor allem die Maßnahmen, die hemmend oder fördernd auf die
Verteilung des metallischen Eisens einwirken.
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Der Bedarf der deutschen eisenerzeugenden Industrie an Trägern von
metallischem Eisen.
Der Bedarf der deutschen eisenerzeugenden Industrie an Trägern
des metallischen Eisens hängt in seinem Gesamtumfang von dem Be-
schäftigungsgrad der Industrie ab. Bei seiner Errechnung verbietet es
der verschiedene Eisengehalt der einzelnen Erze, etwa von den Brutto-
gewichten der in Deutschland geförderten und nach Deutschland einge-
führten Eisenerze auszugehen; es muß vielmehr eine} Errechnung des
Gesamtverbrauchs deß tatsächliche*Eisengehalt der Erze zugrunde ge-
legt werden. Dabei müssen, da der Eisengehalt gewisse Verschieden-
heiten aufweist, an Stelle einer auf Grund der Einzelanalysen. ermittelten
Durchschnittsberechnung geschätzte Gehaltszahlen verwendet werden,
von denen aber angenommen. werden kann, daß sie den tatsächlichen
Verhältnissen nahezu entsprechen. Dann ergibt sich für das Gebiet des
heutigen Reichsumfanges der folgende Verbrauch an metallischem
Eisen!), wobei der Errechnung die Erzeugung von Gußwaren 1. und
2. Schmelzung, Rohstahl und Schweißstahl, unter Berücksichtigung des
Verlustes an metallischem Eisen im Erzeugungsprozeß (Abbrand usw.)
zugrundeliegt.
1918, altes Gebiet . .
1918, neues Gebiet .
1924 . .
1925 .. „oe
1926 . ;
19272)
21,98 Mill. t.
15 ‚33 “ 7
11,66
1408
14/67
19.68
Zur Deckung des Bedarfs haben die einzelnen Träger des metal-
lischen Eisens in verschiedenem Maß gedient. Bereits in den einleiten-
den Ausführungen wurde darauf hingewiesen, daß Eisenerze und Schrott
in gewissem Umfang gegenseitig ersgetzbar sind. Die nachfolgende Auf-
stellung zeigt deutlich die jeweils eintretenden Verschiebungen.
1) Der Verbrauch an Schrott in den Gießereien ist dabei nicht berücksichtigt.
Die Zahlen sind aus der Produktionsstatistik des Statistischen Reichsamts genommen.
2) Die Zahl für 1927 ist nach der Erzeugungsstatistik des Vereins Deutscher
Eisen- und Stahlindustrieller, Berlin, berechnet: