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starker Betonung werden die praktischen Vorteile der Rationalisierung
für die beteiligten Wirtschaftskreise verkündet. Die Vorteile
des Fabrikanten sind: wirtschaftlichere Fabrikation, geringere Kosten
der Produktionseinheit; wirksamere Verwendung der Arbeit infolge
geringerer Saisonschwankungen, größerer Leistung der einzelnen,
sinfacherer Aufsicht, geringeren Arbeitswechsels und höherer Löhne;
Verringerung der Kapitalsanlagen in Rohstoffen, Lagern, Maschinen
und Reserveteilen (es sind weniger Werkstücke der Maschinen notwendig).
Die Vorteile des Kaufmannes sind: gesteigerter Umsatz,
rascheres »Lichten« der Lager, da keine schwer absetzbaren Waren
mehr vorkommen, schärfere Konzentration des Verkaufsgeschäftes;
bessere und gründlichere Bedienung infolge geringerer Handelsunxosten,
geringerer Lagerentwertung, kleinere Zahl der Angestellten;
schnellere Lieferung und geringerer Kapitalsbedarf (wie beim Fabrizanten).
Die Vorteile des Käufers sind: größere Kaufkraft des Geldes,
vessere Qualität der Waren, promptere Lieferung, schnellere Ersatzmöglichkeit,
leichtere Auswahl beim Kaufe, besserer Schutz vor
Qualitätsbetrug.
Zusammenfassend sagt ein Bericht des Hoover-Komitees, daß
durch konsequente Verringerung der Fabrikations-, Verkaufs- und
Verteilungskosten Mittel, die jetzt nutzlos festgebunden sind, für
wirtschaftlichere Zwecke frei werden, für die Belebung und Vervesserung
derProduktion und zur Senkung der Preise verwendet werden
zönnen — Erfolge, die wohl nicht bestritten werden können und
in Europa genau ebenso notwendig, ja noch viel notwendiger sind
als im großen, reichen Amerika. Denn, wie Hoover mit Recht sagt:
die erste Pflicht der organisierten Gesellschaft ist: die Lebensmöglichkeiten
zu erweitern, den Lebensstandard aller Menschen zu heben.
Hauptvoraussetzung dieses sozialen Erfolges ist aber die ständige
Verbesserung von Produktion und Verteilung; dann werden auch
bessere menschliche (soziale) Beziehungen eintreten (über welche
Frage im besonderen der Abschnitt »soziale Rationalisierung« handelt).
Es sollen nun die wichtigeren Methoden der industriellen Rationalisierung,
zunächst solche technischer und betriebs- oder arbeitsoyrganisatorischer
Natur kurz besprochen werden.
Taylorismus.
Wohl die älteste, jetzt allerdings schon mehr in den Hintergrund
getretene Methode ist das Taylorsystem, nach welchem aber auch