vollkommener Sicherheit unseres Instituts nicht für zweckmäßig, durch
erleichternde Bedingungen auf eine Steigerung der Depositen hinzuwirken,
da wir es weit vorziehen, den Betrieb der Geschäfte, soweit als dies bei
der. Natur des Bankverkehrs möglich und mit dem Interesse der Korrespondenten
vereinbar, nur mit eigenen Mitteln zu bewirken.“ Die Depositen
betrugen damals nur etwa % Million Taler.
Über seine Gründungstätigkeit sagt der Bankverein in seinem Geschäftsbericht
für 1852, daß er bei allen unter Mitwirkung der Direktion oder
einzelner ihrer Mitglieder ins Leben getretenen oder projektierten großen
Aktiengesellschaften direkt teils gar nicht, teils nur mit höchst mäßigen
Summen beteiligt sei, Später änderte sich dies aber erheblich. Mit dem
Aufstieg der Industrie weitete sich das Geschäft der Bank. 1891 wurde
in Berlin eine Niederlassung eröffnet, Eine zu weitgehende und mit erheblicher
Immobilisierung verbundene Kreditgewährung ließ es dem
Bankverein angezeigt erscheinen, Anlehnung an eine Großbank zu suchen.
Es erfolgte (s. S. 307) die Fusion mit der Diseonto-Gesellschaft. #
Die Erfolge des Credit Mobilier veranlaßten seinen Mitbegründer, den
Kölner Bankier Oppenheim, und die Direktoren des A. Schaaffhausenschen
Bankvereins, ein weiteres Institut zur Förderung der Industrie ins
Leben zu rufen. Es entstand 1853 mit dem Sitz in Darmstadt, da eine
Konzession für eine Bank- Aktien gesellschaft damals weder in der
freien Stadt Frankfurt a. M. noch in Preußen zu erlangen gewesen war,
die Bank für Handel und Industrie, nach dem Ort ihres Sitzes meist
Darmstädter Bank genannt. Das Grundkapital der Bank war auf
25 Millionen fl., eingeteilt in 100 000 Aktien zu 250 fl., festgesetzt. Davon
gelangten zunächst jedoch nur 10 Millionen fl. mit 40 °/, Einzahlung zur
Ausgabe. Während Model!) und Sattler?) annehmen, daß auch der
Credit Mobilier sich mit Kapital an der Gründung beteiligt hat — der
Geschäftsbericht der Darmstädter Bank von 1853 spricht von einer
„wesentlichen, für unentbehrlich erachteten Beihilfe ausländischer Kapitalien“
—, schreibt Rießer®3), dem sicherlich doch als früheren Direktor
dieser Bank das Aktenmaterial zur Verfügung gestanden hat: „Eine
änanzielle Beteiligung des Credit Mobilier bei der Darmstädter Bank läßt
sich nicht nachweisen.“ Dagegen war dem Credit Mobilier auf 6 Monate
1) Die großen Berliner Effektenbanken, Jena 1896. S. 44.
2) aa. 0. S. 80.
3a, a OS. 44.
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