Full text: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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Bergarbeiter selbst sind jederzeit bereit, Mehrleistungen an 
Krankenkassenbeiträgen zu übernehmen, um den Familien 
krankfeiernder Kameraden möglichst auskömmliche Unterstützun 
gen zu gewährleisten. 
In Erkenntnis der Notwendigkeit weiteren Entgegenkom 
mens der Herren Werksbesitzer haben die beiden Konferenzen am 
3. und 10. d. Mts. einstimmig die Unterzeichneten beauftragt, die 
Kriegsamtsstelle Leipzig zu bitten, eine gemeinschaftliche Ver 
handlung der Werksverwaltungen und von den Belegschaften zu 
wählende Delegierte sowie der unterzeichneten Vertreter der ge 
werkschaftlichen Bergarbeiterverbände veranlassen zu wollen. 
Indem wir vorstehenden Beschluß hierdurch der Kricgsamts- 
stelle unterbreiten, gestattenKvir uns zugleich die sehr ergebene 
Bitte, dem auf ungestörten Fortgang der Kohlenförderung hin 
zielenden Wunsche unserer Auftraggeber Rechnung tragen zu 
wollen. 
Anschließend hieran gestatten wir uns noch, darauf hinzu- 
weisen, daß am 6. Februar d. Js. auch in München von dem 
Berggewcrbegerichte als Einigungsamt gemeinschaftliche Ver 
handlungen zwischen Werksvertretern und Belegschaftsdelegierten 
sowie den Leitern der zuständigen gewerkschaftlichen Bergar 
beiterverbände stattgefunden und zu beiderseitig befriedigenden 
Ergebnissen geführt haben. 
Die gleichen Ergebnisse wurden in einer gemeinschaftlichen 
Verhandlung am 26. Februar d. Js- erzielt zwischen dem Ar- 
üeitgeberverband im rheinischen Braunkohlenrevier und de» Lei 
lungen der zuständigen gewerkschaftlichen Bergarbeiterverbände. 
Ergebenst! 
Verband der Bergarbeiter Deutschlands, Bezirksleitungen 
Zwickau i. Sa. und Lugau-Oelsnitz. I. A.: Fr. Langhorst. 
Für den Gewerkverein christl. Bergarbeiter Deutschlands, 
gez. G. Hartmann-Dresden. 
Antwort der Kricgsamtsstelle Leipzig. 
Auf die Eingabe der Organisationsvertreter an die Kriegs 
amtsstelle in Leipzig vom 18. März 1018 erging an die Bezirks 
leitung unseres Verbandes in Zwickau am 30 März folgende 
Antwort: 
„Tie Kriegsamtsstelle bestätigt den Empfang Ihres 
Schreibens vom 18. d. Mts. und teilt Ihnen mit daß sie über 
diejenigen Beschwerdepunkte, welche genaue Angaben enthalten, 
Erörterungen anstellen wird. Soweit die Angaben allgemeiner 
Natur ohge Angabe bestimmter Tatsachen bzw. bestimmter 
Werke enthalten, kann die Kriegsamtsstelle, bevor ihr genaue 
Angaben nicht gemacht sind, vorläufig nichts weiter unter 
nehmen
	        
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