Object: Preußisches Landbuch

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Leute, welche auf der Universität zu Königsberg oder einer anderen 
Landes-Universität studiren. Die Verwaltung des Fonds ist dem Pro- 
vinzial'Schnl-Collegittitt in Königsberg übertragen. S. auch Paetsch. 
Lobedansche Vermächtnisse, 
von dein zu Frankfurt a. M. f Kaufmann Gottfried Ferd. Lob cd an 
herrührend. Er vermachte (1831) seiner Vaterstadt Cottbus a) zur 
Unterstützung der Armen init Feuerungs-Material 5000 Thlr. ; b) zu 
Stipendien für Studirende 5000 Thlr. (S. Fr.-Wilh. Gymnasium zu 
Kolberg.) 
Graf v. Löbensche Stiftung, 
1864 bei Gelegenheit des Ausscheidens des Grafen v. Löben aus 
seinem Amte als Landes - Aeltester in Anerkennung seiner Verdienste 
um die Oberlausitz, von dem Kommunal-Landtage mit 3000 Thlr. be 
gründet. Die Bestimmung des Zweckes und die Verleihung der Stifts- 
Genüsse (zu Stipendien) blieb dem Grafen v. Löben auf Lebeuszeit 
vorbehalten; nach seinenl Tode geht die Verleihultg auf den Kommnnal- 
Landtag über. 
Löbenichtsches Hospital zu Königsberg. 
Ein selbstständiges Königl. Institut, zur Zeit des deutschen Ordens ein 
Iungfrauen-Kloster. Hochmeister Duscner v. Arffberg gelobte wäh 
rend einer Schlacht in Litthancn (1349) für den Sieg die Erbauung 
eines Klosters und erfüllte dieses Gelübde. Herzog Albrecht bestimmte 
das Kloster (1531) zu einem Hospital und liest sich, gleich seinen Nach 
folgern, die Vermehrung der Besitzungen und Einkünfte desselben angelegen 
sein; die Stiftungs-Urkunde von 1531 bedroht alle Diejenigen mit gött 
lichem Zorn und Strafe, welche dem Eigenthum und den Rechten der 
Anstalt zu nahe treten möchten. Gebäude und Kirche brannte 1764 ab 
und wurde 1771 wieder hergestellt.— Das mit dem Hospital in Ver 
bindung stehende ehemalige Nonnen-Kloster, jetzige Marien-Stift (s. d.) 
ist für adelige und bürgerliche Jungfrauen bestimmt. Das Hospital 
enthält ferner 62 sogenannte konditionirte Stellen, deren jede mit 
freier Wohnung, Brennholz, ärztlicher Behandlung und 40 Thlr. baar 
dotirt ist, und von welchen die K. Regierung 20, der Magistrat 40 zu 
vergeben hat und 2 zur Lin denn uscheu Stiftung gehören. Sodann 
sind 329 gewöhnliche Hospital-Stellen vorhanden, deren Inhaber freie 
Wohnung und Holz, 129 auch Beköstigung und Bekleidung erhalten. 
Diese Stellen hat theils die Regierung, theils der Magistrat zu be 
setzen. 10 Stellen sind für kranke Handwerksgesellen rescrvirt. Die 
jährliche Einnahme des Instituts beträgt 25,000 Thlr., das Vermögen 
in Kapital und Grundbesitz läßt sich auf 2—21 Millionen Thlr. an 
schlagen. Die Verwaltung des Instituts wird durch das Königliche 
Hospital-Kollegium geführt. Fr. Kehler, pensionirter Steuer-Ein 
nehmer zu Königsberg (t 1840) vermachte dem Hospital sein Ver 
mögen im Betrage von 2000 Thlr., mit der Bestimmung, daß aus dem 
Ertrage desselben den bettlägrigen Kranken im Hospital, die sich gar
	        
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