Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1868-1883 / [hrsg. von D. Rjazanov] (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 4)

(1471) 1877 Juli 31 
breitet in Layards Auftrag Heulmaierei, damit die englische 
Flotte den Türken oktroyiert werde. 
Dein F. E. 
470 
1472. Marx an Engels in Ramsgate; [London] 
1877 August 1. 
1. August 1877. 
Dear Fred, 
Einliegend Brief von Höchberg an Hirsch, der Sonnabend nach 
Paris zurückkehrte. Retourniere gefälligst den Brief nach Lesung, 
da ich selben dem Hirsch wieder zustellen muß. 
Ich glaube, der Brief von Höchberg charakterisiert den Mann 
besser als alles, was Liebknecht (letzterer brilliert auch wieder 
durch seine Rekommandation des Konfuzius Accolas und des 
Faiseur Lacroix) über ihn sagt oder sagen kann. Höchberg ist der 
erste, der sich — meiner Ansicht nach mit den besten Intentionen ## 
— in die Partei einkauft und sie nach seinem Bilde umschaffen 
will. Er ist offenbar sehr wenig oder gar nicht vertraut mit dem 
Personalstand der „auswärtigen“ Parteimänner und Schriftstel- 
ler, die er „international“ um sich gruppieren will. Den würdigen 
B. Malon, den sogar die „Libert&“ belge als flachen Buch- 2 
macher verwarf, nimmt er au serieux! Mit Bezug auf Elysee 
Reclus, den protestantischen Pfaffensohn, sollte er jedenfalls 
wissen, daß er und sein Bruder Pollux die „Seele“ (um mit unsrem 
ehmaligen N{euen] Rheinischen Zeitungsinspirator zu reden) des 
Schweizer Journal „Le Travail“ (fernere Mitarbeiter davon: z: 
Joukowsky, Lefrangais, Razoua et tutti quanti), worin, wenn auch 
in jesuitisch feinerer Form, als dem unglücklichen Guillaume zu 
Gebot steht, ein Kampf aufs Messer gegen die deutsche Arbeiter- 
bewegung geliefert wird und ganz speziell deren Führer (man 
nennt Liebknecht usw. natürlich nicht) als Leute denunziert = 
werden, die auf Kosten der Arbeiter — nichts tun, vielmehr die 
Bewegung hemmen und die Kräfte des Proletariats in Schein- 
gefechten und parlamentarischer Fickfackerei vergeuden. Und 
zum Dank dafür will ihn Höchberg zur Mitarbeit von Berlin her 
einladen! 
Vor ein paar Tagen turned up — um bald darauf wieder nach 
Deutschland zu verschwinden — das fidele Buckelchen Wedde. 
Er hatte dringenden Auftrag von Geib, Dich und mich für die „Zu- 
kunft“ zu werben. Ich habe ihm durchaus kein Geheimnis aus 
unsren Abstentionsabsichten und deren Gründen gemacht, zu sel- # 
nem großen Kummer, und ihm zugleich bedeutet, daß, wenn unsre 
Zeit erlaubt oder die Umstände auffordern, wieder propagan- 
1
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.