Full text: Der Bolschewismus

Die jungen Gottlosen und der Kampf gegen das Osterfest. 271 
Agenten, den Popen, den Mullas, den Rabbinern dringen ein in die 
Schulen, in die Kindergärten. Sie bemühen sich, der immer mehr 
a hsenden kommunistischen Kinderbewegung Widerstand zu 
eisten. 
Die Ergebnisse des weihnachtsfeindlichen Feldzuges beweisen, 
daß nicht immer die jungen Gottlosen den richtigen Widerstand 
zu leisten wissen. Vielfach ist vorgekommen, daß Kinder um einen 
Weihnachtsbaum feierten. So wird z. B. aus der 27. Schule des 
Frunsebezirkes Moskaus berichtet, daß zehn Oktoberkinder nicht 
auf dem weihnachtsfeindlichen Abend waren ınd um einen ge- 
Schmückten Weihnachtstannenbaum tanzten. Aber es gibt noch 
ernstere Tatsachen; das ist das Feiern am Weihnachtstage. In der 
Schule, die nach Tolstoi genannt wird, fehlten fünfzig Schüler am 
7, Januar, dem russischen Weihnachtsfeste; und in der Armenier- 
schule fehlten 75° der Kinder. In einigen Schulen wurden an 
diesen Tagen Gebetbücher, Kreuzchen, Flugblätter mit religiösem 
Inhalt verkauft. 
Die feierlichen Ostergottesdienste, das Erscheinen mit Gratula- 
tionen in den Häusern nützen die Popen auch dafür aus, um noch 
einmal eine Agitation gegen die Kollektivierung, den bolschewi- 
Stischen Frühling usw. zu entfalten. Rote Ostereier, geweihte 
Osterkuchen werden das Lockmittel sein, mit dem die Popen 
Kinder fangen werden. Die jungen Gottlosen müssen rechtzeitig 
die Ausfälle der Klassenfeinde enthüllen, an konkreten Beispielen 
den gegenrevolutionären Charakter ihres Auftretens zeigen. Eine 
Schande für jeden jungen, kämpfenden Gottlosen wird es Sein, 
wenn er, verführt vom roten Osterei und süßen Teig, seine Sendung 
vergessen und in die Netze des Feindes geraten würde. Der 
16. Parteitag hat alle Parteiorganisation ganz besonders auf die 
Verstärkung eines systematischen Kampfes für die Kaders (d. h. 
die Erneuerung der Parteimitglieder im Wechsel der Generation) 
aufmerksam gemacht. Die jungen Gottlosen müssen diese Weisung 
erfüllen und dafür in dem osterfeindlichen Feldzuge ihre Teilnahme 
an der Kulturrevolution überprüfen. 
Pine besonders große Aufmerksamkeit muß man dem Kampfe 
für den allgemeinen Unterrichtszwang widmen. Die Häupter der 
Sekten führen eine hartnäckige Agitation, um den allgemeinen 
Unterrichtszwang unmöglich zu machen. Im Sochranowschen- 
dorfe läßt die sektiererische Organisation der Fedorowzen ihre 
Kinder nicht lernen und macht dadurch den allgemeinen Unter- 
richt unmöglich. In der Arbeitersiedlung der Stadt Ischewsk ver- 
sammelten die Evangelisten, als es galt, den allgemeinen Unter-
	        
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