Object: Tonkunst, Bildende Kunst, Dichtung, Weltanschauung (E,1.1902)

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Dichtung. 
neben der Sprache werden auch sonst Eindrücke jeder Art 
herangezogen, um den neuen persönlichen Stimmungsidealismus 
zu beleben, und zwar vornehmlich auch Eindrücke des Auges. 
Und da versteht es sich leicht, wie in diesem Zusammenhang 
—IDDDDD— 
gleichzeitigen idealistischen Malerei deutlich, eben „augenfällig“ 
hervortreten, und nicht selten findet sich Musikalisches und 
Malerisches in innigster Mischung: 
Sorglosen Lächelns 
Die Lippen geschürzt, 
Fröhlich die blühenden 
Wangen gerötet 
Tanzen wir Kinder des Glücks 
Unsere sonnigen Pfade dahin. 
Rosenkränze 
Und schimmernde Bälle 
Werfen wir uns 
And den Fremdlingen zu. 
Wer uns begegnet, 
Dem huscht es wie Gold 
über das sinnende 
Antlitz. 
Auf weichen Armen 
Trägt uns das Weib, 
Süß von Küssen 
Duftet die Luft. 
Unser Wort 
Ist Gesang 
Und Gesang 
Unsre Antwort. (Christian Morgenstern.) 
Dder: 
Beglänzt vom Mondlicht lag die Tempelhalle 
Auf heitrer Höhe. In den heil'gen Stufen 
Geheimnisvoll mit Wink und Wort gerufen 
Erbebt' ich, ob mein Los auch glücklich falle. 
Und oftmals hielt ich bange an. Die Fluren 
Durchzog ein Reigen. — Graue Mäntel wallten, 
Und höhnisch grüßten bleiche Spukgestalten, 
Und ängstend groß verschwammen die Konturen.
	        
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