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Descartes.
Grössen annehmen; offenbar kann also Dasjenige, was es zum
Einen und Selbigen macht, nicht in einer dieser Formen, noch
auch in ihrer Summe enthalten sein. Die Forderung, alle jene
Einzelphasen der Veränderung nacheinander zu durchlaufen
und sie zu einem Ganzen zusammenzufassen, enthält bereits, da
lie Manniglaltigkeit, um die es sich handelt, unendlich und
unabschliessbar ist, einen inneren Widerspruch. Nicht die Kraft
der sinnlichen Phantasie vermag uns somit die gesuchte
Einheit zu geben und vorstellig zu machen; sie ist und bleibt
vielmehr ein Werk des „reinen Verstandes“, Ohne ihn, der
lie vielfältigen, successiven Einzelvorstellungen auf einen gemein-
samen Mittelpunkt bezieht und der sie damit in sich selber zu-
sammenhält, würde auch der Begriff des Gegenstands hinfällig
werden. Wir können vom Sein des Wachses nicht sprechen,
ahne damit jenen „Blick des Geistes“ stillschweigend anzunehmen
und mitzusetzen: „Il faut demeurer d’accord que je ne saurois
pas meme comprendre par l’imagination ce que c’est que ce
morceau de cire et qu'il n’y a que mon entendement
seul qui le comprenne.. Ma perception n’est point une vision,
ai un altouchement, ni une imagination et ne ]’a jamais 6te,
quoiquwil le semblät ainsi auparavant, mais seulement une
'nspection de Vesprit, laquelle peut Gtre imparfaite et confuse,
:omme elle etoit auparavant, ou bien claire et distinete, comme
alle est A present.“ Jetzt erst, nachdem wir auf dem Grunde
les Dingbegriffs von ueuem den Begriff des Denkens wieder-
zelunden und entdeckt haben, gilt für Descartes der überzeugende
Beweis des Satzes erbracht, den die „Regeln“ allgemein hinstellten:
lass nämlich die Erkenntnis unseres Geistes ursprünglicher
und gewisser, als jede andere ist, weil wir keinen Gegenstand
begreifen können, ohne darin unser eigenes denkendes Wesen
zu betätigen und mittelbar gewahr zu werden. —
Wiederum sind cs die wissenschaftlichen Haupischriften,
lie das Ergebnis, zu dem die philosophische Analyse hier geführt
hat, erläutern und näher bestimmen. Descartes’ Wahrnehmungs-
iheorie, wie sie in der Dioptrik enthalten ist, geht davon aus,
las Vorurteil zu zerstören, dass die Erkenntnis der Aussendinge
lem Geiste durch Bilder vermittelt wird, die den Objekten, von
Jenen sie stammen. in allen ihren Teilen ähnlich sind. Was