Full text: Nationalökonomie (Teil 1)

Cachtpreise. 
L800—10 
1L811—2U 
[821—3i 
1831—4 
841—E 
‚851—6 
:861— 
872. -€ 
'881—90 
R91__95 
3445 BuL 3068 
2694 3702 3702 
2880 4409 4409 
‚286 
[Ca 
1645 
2284 
2988 
2806 
3615 
4474. 
Bei weitem den größten Einfluß aber üben die Preise der land- 
wirtschaftlichen Produkte auf den Geldertrag aus. Je mehr der Land- 
wirt für sein Getreide, für sein Vieh pro Zentner erhält, um so größer 
werden auch die Ueberschüsse über den Aufwand bei sonst gleich ge- 
bliebenen Verhältnissen sein. Ein Sinken der Getreidepreise kann 
plötzlich die Steigerung des Ertrages, welche durch jahrelangen Auf- 
wand besonderer Energie und Intelligenz erreicht war, vernichten, 
Betont muß hierbei mit Nachdruck werden, daß also der Rein- 
artrag eines Grundstücks, resp. die Pacht, bedingt wird durch die 
Preise der landwirtschaftlichen Produkte, aber unter unseren Verhält- 
nissen bei den hauptsächlichsten in Betracht kommenden Gegenständen 
nicht die Höhe der Preise durch die gezahlte Pacht oder den Kauf- 
preis, wie in dem nächsten Paragraphen des Näheren gezeigt werden soll. 
Wir geben in dem Folgenden einige Beispiele über die Entwicke- 
ung der Pacht- und Kaufpreise, Dieselben zeigen, daß infolge des 
Aufblühens der ganzen Kultur und der Zunahme der Bevölkerung 
in der neueren Zeit in Deutschland auch bei den ländlichen Grund- 
stücken eine kolossale Steigerung des Grundwertes stattgefunden hat, 
aber zugleich, daß Rückschläge dabei nicht ausgeschlossen sind, viel- 
mehr auch hier Schwankungen unvermeidlich bleiben; ferner, daß die 
Pacht wie der Bodenpreis weit stärker gestiegen sind, als die 
etreidepreise. Die Erfahrung in dem technischen Betriebe und die 
Fortschritte in den beteiligten Naturwissenschaften ermöglichten es dem 
Landwirte, dem Boden verhältnismäßig höhere Erträge abzugewinnen 
und damit auch bei gleichen Preisen höheren Gewinn zu erzielen resp. 
Jen Rückgang der Preise auszugleichen. Diese Beobachtung kann der 
Landwirtschaft auch in Zeiten niedriger Produktenpreise zum Trost 
and Svporn dienen, 
Die Pacht der altpreußischen Domänen belief sich im Durch- 
schnitt: 
|  Weizen- | Roggen- 
Jahre Preise Dr, T. Preise Dr. T. 
‚849 
864 
‚869 
879 | 
‚889—90 
899 
‚uf 13,90 Mk. p. ha nutzb. Fläche = 100)1841—50|167,8==100 |123,0=100 
„ 2023 „ —=1451851—60211,4—=126 165,4 =1345 
5 26,41 » » » = 190/1861—70/204,6 = 121,93/154,6 — 126 
” 3568 » = 256/1871—80 223,2 = 133° |172,8 = 140,5 
” 8910 » » » » — 9281/1881—90/181,4 — 108,1 [151,5 = 128 
? 9648 2077} = 262/1891—98|166.6 — 99.281348 — 109.5
	        
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