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hat in der neueren Zeit den Rückgang des Grundwertes in nicht unbedeutendem
Maße aufgehalten, während die Güterpreise in den
Dezennien vor 1880, auch wo die Reinerträge unverändert blieben,
fortdauernd stiegen.
Bald ist indessen auch bei gleichem Landeszinsfuß durch Verschiebung
des Verhältnisses von Angebot und Nachfrage der Kaufwert
weit höher als der Ertragswert, bald‘ auch niedriger; ersteres besonders
auf hoher, letzteres auf niedriger Kulturstufe. In dem Westen
von Amerika ist im Vergleich zum Reinertrage das Land billig, im
Osten teuer. In England, wo ein großer Teil des Landes in festen
Händen ist, werden für jedes Stück, .wie für jede Farm enorme Preise
gezahlt, so daß auf ‚eine höhere Verzinsung, wie etwa 2%, nicht zu
rechnen ist. In der Nähe der Städte oder für Güter in besonders
schöner Lage werden verhältnißmäßig hohe Summen geboten. Dieselbe
Erscheinung liegt bei ganz kleinen Grundstücken vor, die der Arbeiter
erwirbt, um darauf seine überschüssige Arbeitskraft zu verwerten und
sich darauf zu erholen. Er verzichtet auf eine angemessene Verzinsung
des Anlagekapitals und vielfach noch auf einen Lohn für seine Arbeit.
Der Reinertrag wird bedingt einmal durch die Tragtähigkeit des
Bodens. Man zahlt naturgemäß für einen milden Lehmboden oder
für humoses Niederungsland das Doppelte, Dreifache und noch mehr
als für Sandboden; für Land in alter Kultur weit mehr als für erst
aeu kultiviertes Gebiet, welches noch steinig, unrein, wenig humos,
ohne Wasserabfluß etc. zu sein pflegt. Der Preis wird aber wesentlich
bestimmt durch die Art der Verwendung, welche das Land finden
zoll. Nicht nur, daß man für Garten- und Weinland mehr zahlen kann,
als für Acker oder gar Weide, sondern auch für Ackerland kann mehr
geboten werden, wenn es in der Nähe einer Zuckerfabrik liegt, als für
zbgelegene Stücke, auch wenn sie sich für den Rübenbau eignen,
Enorme Summen können ohne Bedenken in der Umgegend von Quedlinburg,
Eisleben, Erfurt gezahlt werden, wo der Boden zur Samenzüchtung
venutzt werden soll und dabei auf den Hektar an Dünger und Arbeit
im Jahr 1000 Mk. und noch mehr ausgegeben werden. Ein Landwirt,
der mit bedeutendem Kapitale, hoher Intelligenz und landwirtschaftlichen
Kenntnissen ausgerüstet ist, wird ev. ohne Schaden für
ein Gut das Doppelte des Preises zahlen können, den sein untüchtiger Vorzänger
zu verzinsen vermochte, wenn er eine neue Wirtschaftsmethode,
sinen verbesserten Viehstand, Maschinen ete. einführt.
Der Reinertrag wird außerdem durch alle jene Momente beein- Grundbedinüußt,
welche die Produktionskosten bestimmen, also abgesehen von dem gungen des
Kapitalzins für das Betriebskapital, durch Steuern und ähnliche mit dem Beine
Grund und Boden verbundene Abgaben, besonders durch die Höhe Tages
des Arbeitslohnes, dessen Steigen gerade in der neuesten Zeit die Produktionskosten
in der Landwirtschaft sehr bedeutend gesteigert hat,
zumal bei der zunehmenden Intensität des Betriebes weit mehr
Arbeitskraft als früher auf das Land verwendet wird. Für 5 Güter
stellten wir die Entwickelung der Lohnausgaben in Mark pro 100 ha,
wie folgt, fest:
zeinertrag.,