Full text: Nationalökonomie (Teil 1)

Abschnitt II. 
Die Geschichte der Nationalökonomie. 
Einleitung. 
Kisenhart, Geschichte der Nationalökonomik, 2. Aufl, Jena 1891. 
Ingram, John Kells, Geschichte der Volkswirtschaftslehre. Tübingen 1890, 
Bruno Hildebrand, Die Nationalökonomie der Gegenwart und Zukunft, Frank- 
furt a, M. 1847. 
Ad. Held, Zwei Bücher zur sozialen Geschichte Englands. Leipzig 1881, 
an Wilh. Roscher, Geschichte der Nationalökonomik in Deutschland. München 
Kautz, Geschichte der Nationalökonomik. Wien 1861. 
du Mesnil-Marigny, Histoire de l&conomie politigue. Paris 1871. 
G&. Schmoller, Zur Litteraturgeschichte der Staats- und Sozialwissenschaften. 
Leipzig 1888. 
4. Oncken, Geschichte der politischen Oekonomie, Bd. I. Leipzig 1901 
Die Geschichte der politischen Oekonomie ist zweckmäßiger 
Weise nicht als eine Einleitung in die Wissenschaft zu behandeln, 
sondern als eine Ergänzung zu dem Studium der thatsächlichen Ver- 
hältnisse und des gegenwärtigen Standes der Wissenschaft. Sie soll 
einen allgemeinen Ueberblick über die Entwickelung der wirtschaft- 
lichen Anschauungen in den verschiedenen Zeiten gewähren und wird 
richtiger verstanden und auf Grund der Kenntnis des wirtschaftlichen 
Lebens und einer Beherrschung der Errungenschaften der modernen 
Wissenschaft kritisch besser aufgenommen werden. KEin solcher Ueber- 
blick wird einmal das Verständnis für das Gewordene durch die 
genaue Verfolgung dessen verschärfen, wie und warum es so geworden 
ist, es werden dann auch die falschen Anschauungen der Gegenwart 
in historischer Beleuchtung eine nachsichtigere und richtigere Würdigung 
erfahren, 
Die wissenschaftliche Beurteilung der wirtschaftlichen Vorgänge 
wird naturgemäß nur auf Grund der Kenntnis der thatsächlichen Ver- 
hältnisse richtig verstanden werden können, aus denen sie erwachsen 
sind. Die Geschichte der Nationalökonomie wird daher unmöglich von 
der Geschichte der Entwickelung der Volkswirtschaft selbst völlig ge- 
trennt werden können. Vielmehr ist es die Aufgabe nachzuweisen, 
wie die Anschauungen der verschiedenen Zeiten durch die Verhältnisse 
bedingt waren; denn die Wissenschaft ist schließlich nichts anderes, 
als die systematische Zusammenfassung der Wahrheiten, welche die 
Zeit aus der wirtschaftlichen Erfahrung gewonnen zu haben glaubt,
	        
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