(1031) 1867 Juli 20
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1031. Marx an Engels in Hannover; London 1867
Juli 20.
20. Juli 1867.
Lieber Engels,
Ich schreibe in Hast diese Zeilen, in der Hoffnung, daß sie Dich
noch in Hannover finden. C’est une chose brülante. Der alte La-
fargue lud meine 3 Töchter (sie reisen Morgen mit dem secretaire
ab) nach Bordeaux, von wo sie mit ihm und Frau nach einem
Seebad gehn werden. Ich konnte das um so weniger abschlagen,
o als der Gesundheitszustand aller 3 Mädchen diese Einladung zu
einem wahren Glück machte. Aber der Anstand verbot, den Se-
cretaire de l’Espagne die Reisekosten zahlen zu lassen. Diese (hin
und zurück) ungefähr 30 £, die ich ihm also einhändigen mußte,
Dazu waren ihre Uhren, Kleider usw. aus dem Pfandhaus zu neh-
ıs men. So gingen die 45 £ flöten, die ich in Reserve hatte für Haus-
miete am 3. August. (Wechsel auf mich.)
Ich weiß nun nichts zu tun, außer Dir zu schreiben. Trifft Dich
der Brief, so schreib mir gleich mit Einlagean Borkheim,
daß er mir das Geld vorschießt.
» Lies in Deutschland: „Zwölf Streiter der Revolution. Von
Gustav Struve und Gustav Rasch“. Du findest darin, unter der
Rubrik des „Revolutionsstreiters‘“ Freiligrath, reinen Verrat die-
ses Braven gegen uns.
Dein K.M.
1032. Marx an Engels; 1867 August 10.
10. August 1867.
Lieber Fred,
Einliegenden schönen Brief von Dronke heute aus Manchester
erhalten. Er hat ungefähr 14 Tage gebraucht, um mir den guten
u Rat zu geben, Wein und Kaffee zu „verkaufen“, um die Spedi-
tionskosten zu decken!
Übrigens war der kleine Franzose heute wieder hier und hat
mir gedroht, an Old Lafargue zu schreiben. Alles, was ich tun
konnte, war, ihn durch das Versprechen zu beschwichtigen. daß
; er Dienstag Morgen sein Geld haben solle.
Packen „Courrier Francais“ nebst fälligen 2 „Dipl [o-
matic] Revliew]“ geht Montag von hier ab.
Salut.
Dein
K. M.
?* dan 72