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Fusionsbilanzcn.
englischen Unternehmung, bei der die Aktionäre leer ausgingen. Auch die
Aktien einer Dresdner Gesellschaft, die durch diese Liquidation in Mit
leidenschaft gezogen war, mußten geringer bewertet werden.) Das Berg
werkskonto erhöhte sich durch Aufwendungen. Die Kontokorrent/orderunge».
verteilen sich auf 70 Konten und Schuldner, die teilweise in Konkurs sind,
teilweise nur Teilzahlungen leisten können. Andere Forderungen mußten
im Prozeßwege eingetrieben werden; damit erklärt sich die hohe Rück
stellung. Von den Avaldebitoren entfallen 214998,40 auf für die Aktiengesell
schaft „Kummer“ abgegebene Avalakzepte, für die unter Abzug der zu
erwartenden Konkursquote 182 750 M zurückgestellt wurden. Von den
Kontokorrent-Verbindlichkeiten werden etwa 154 772 M durch Aufrech
nung erledigt werden, von den Aval-Akzepten wurden S89 750 X durch
Rückgabe der Wechsel an den Liquidator erledigt.
(Im dritten Geschäftsjahr der Liquidation wurde das jederzeit künd
bare Moratorium durch Begleichung aller Wechselverbindlichkeiten erledigt.
Der Gesamterlös der allerdings schwer realisierbaren Werte — besonders
die Grundstücke waren wegen der Lage des Grundstücksmarktes in Dresden
schwer abzustoßen — steht nunmehr zur Verfügung der Aktionäre. Die
erste Liquidationsrate betrug 5 % des Aktienkapitals; 1907 wurden aus
dem Effektenbestande Aktien in natura als zweite Liquidationsrate zur
Aufteilung gebracht; die vierte Liquidationsrate betrug 1% %. Ende 1910
notierten die Aktien der liquidierenden Gesellschaft in Berlin etwa 0,8%,
in Dresden etwa 0,5 %.)
27. Abschnitt.
Fusionsbilanzen.
Unter Fusion versteht man die Verschmelzung zweier oder
mehrerer bisher wirtschaftlich selbständiger Unternehmungen zu
einer einzigen, wobei die wirtschaftliche Selbständigkeit der
einzelnen nunmehr vereinigten Unternehmungen aufgehoben
wird.
Veranlassung zur Verschmelzung x ) mehrerer Unternehmun
gen ist unter anderm das Streben nach Zentralisation (Montan
industrie, Banken), Aufnahme notleidend gewordener Gesell
schaften in eine andere (Notfusionen), Verminderung der Pro
duktions- und Verwaltungskosten, Ausschaltung der Konkur
renz, Schaffung produktionstechnischer Vorteile durch gegen-
*) Schtnalenbach, Die Technik der Fusionen, Z. f. Hw. Forschung,
1 909, S. 49ff., 113 ff.; Holdheims Monatsschrift 1904, 1906.