natürlich, durch den Titel, oder soweit dies wegen der erforder-
lichen Kürze des Titels unmöglich ist, durch andere Werbemittel
auf alle möglichen Zwecke, denen der Kauf des Buches dienen
kann, hinzuweisen.
Kein vernünftiger Mensch kauft ein Buch, dessen Erwerbung
nicht mindestens der Erfüllung eines- Kaufzweckes dient.
Der Gedanke, daß der Bucheinkauf dem Käufer irgendwie wert-
voll werden könne, ist immer das Hauptmotiv für den Buch-
kauf. Alle anderen Kaufmotive können nur den Wunsch der
Bucherwerbung mehr oder weniger stützen und daher als Neben-
motive für den Bucherwerb bezeichnet werden. Zu diesen Neben-
motiven gehört wesentlich die Billigkeit des Buches. Auch das
handliche Format (z. B. eines Reiseführers) ist ein Nebenmotiv.
Dieser Gesichtspunkt der Haupt- und Nebenmotive ist für die
Reklame beachtenswert, wenn auch z, B. der Besitz eines schön
ausgestatteten Werkes für den einen Käufer Hauptmotiv, für
den andern Nebenmotiv sein kann. Untersuchungen über die
Haupt- und Nebenmotive, aus welchen bestimmte Bücher ge-
kauft werden, wären daher für die Reklame im Buchhandel nütz-
lich. Die bisherigen Untersuchungen des Verlags Eugen Diede-
richs in Jena bezogen sich weniger auf die Kaufmotive als auf
einen anderen Punkt. Es wurde dort mittels Fragebogen aus
den Jahren 1914/15, die den Büchern beigelegt waren, das
Problem untersucht, wie der Käufer der Bücher auf diese auf-
merksam wurde. Die Bogen wurden von 589 männlichen und
von 149 weiblichen, im ganzen also von 738 Personen, die 1169
Angaben machten, beantwortet. Sie hatten folgenden Wortlaut:
„Eine Anfrage an die Käufer dieses Buches.
Es bieten sich für den Verlagsbuchhändler heute so viele
Wege, das Publikum über seine Neuerscheinungen und über
seine Pläne zu unterrichten, daß er kaum einen Teil derselben
betreten kann, und daß dem Publikum selber durch die Überfülle
der Reklame jede Übersicht unmöglich gemacht wird. Um zu
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