Das Bevölkerungsgeseh.
Die Annäherung der Menschen, die Verdichtung der Bevöl
kerung ist gleichbedeutend mit einer Verbesserung des Handelsappa—
rates (vgl. S. 74, 75). J
Wenn die Menschen tauschen, so kommt das daher, daß sie
durch dieses Mittel zu einer gleichen Befriedigung mit weniger An
strengung gelangen, und der Grund hiervon liegt wieder darin,
daß sie sich beiderseits Dienste leisten, bei denen die unentgeltliche
Nützlichkeit einen verhältnißmäßig größeren Antheil hat.
Nun werden sie aber um so mehr tauschen, auf je weniger
Hindernisse der Tausch selbst stößt, je weniger Anstrengung er
erfordert.
Und der Tausch trifft auf um so weniger Hindernisse, er er—
fordert um so weniger Anstrengungen, je näher die Menschen
einander sind. Aus der größeren Dichtigkeit der Bevölkerung folgt
also nothwendig eine verhältnißmäßig größere Menge unentgeltlicher
Nützlichkeit. Sie giebt dem Apparate des Tausches mehr Wirk
samkeit, sie läßt einen Theil der menschlichen Anstrengung dispo⸗
aibel, sie ist eine Ursache des Fortschrittes.
Eine Straße von gleicher Länge leistet in Paris mehr Dienste,
als in einer öden Stadt. Eine Meile Eisenbahn leistet in dem
Departement der Seine mehr Dienste, als in einer dünn mit Men-