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GEOSSBKITANIEN — Finanzen (Budget).
1) Zuckerzoll, um 3 Shill, pr. Ctr,, nach Qualität, veranschl. Ertrag 1’300,000
2) Kaffeezoll, um 1 Den. pr, Pfd, sonach auf 4 Den. (12 Krzr.) gebracht 150,000
3) Theezoll, « 3 * « , (bis dahin 1 Shill. 6 Den.) . . 750,000
Zollerhöhungen zusammen 2’100,000
4) Stempeltaxe à 1 Den. auf Bankiersanweisungen (ganz neue Auflage) 200,000
5) Accisegebühren. Die schottischen werden den englischen gleichge
stellt, d. h. von 6 Shill, pr. Gallon auf 7 Shill. 10 Den. erhöht,
und ebenso werden die irischen von 4 auf 6 Shill, gebracht , 1’000,000
6) Einkommensteuer um weitere 2 Den. pr. Pfd. (auf Proz. des
Einkommens) 2’000,000
Mit Dazurechnung der vorjährigen neuen Belastung ergab sich
für IS^Vse eine ausserordentliche Kriegsbesteuerung von nahezu
15Yg Mill., und zwar 8’557,000 an direkten Steuern und 6’900,000
Pf. an indirekten Auflagen; ausserdem die erwähnte Vennehrung der
Staatsschuld von 16 Mill. — Der Bedarf war u. a. dadurch erhöht,
dass man dem Sardinischen Staate ein Anlehen von 1 Million Pf,
(25 Mill. Frkn.) hatte zusichern müssen, um denselben zur Thcilnahmo
am Kriege gegen Russland zu bewegen, — Nach verschiedenen Mo
difikationen bekam man ein Ausgabebudget, welches sich so zusammen
fassen lässt :
1) Schuld : Verzinsung 27’950,000 ; anderweite Belastung des con-
solidirten Fonds 1750,000 = . ...
2) Krieg: Landmacht lß'200,000; Marine 16700,000; Feldzeug
amt 7’800,000 ; ausserordentlich 3’000,000 =
3) Civildienst
Ohne das sardinischo Anlchen also ....
29700,000
43'675,000
6’500,000
79'900,OÕÕ
wovon 54,66 Proz. auf Kriegskosten, 37,17 auf die Staatsschuld, auf
diese zwei unproduktive Posten also beinahe 92 Proz. des Gesammt-
bedarfs kommen, so dass also bei weitem nicht mehr Vio für die
eigentliche innere Verwaltung bleibt.
In der Unterhaussitzung v. 23. Febr. 1856 theilte der Schatzkanzler
bei der Budgetvorlage für IS^Vs? u- a. folgende Daten mit: Er habe im
vor. April die Einkünfte mit Einschluss der Anleihe zu 86,339,000, die
Ausgaben zu 81’899,000 Pf. veranschlagt. Der sich darnach ergebende
Ueberschuss sei durch einen Steuernachlass auf 4’240,000 Pf. ver
mindert worden. Spätere Zusatzpositionen betrügen 6'135,000, die
vorgesehene Ausgabe also 88’034,000 Pf. Eine neue Emission
von Schatzscheinen und Bonds bringe die vorgesehene Einnahme auf
90’139,000 Pf, — Nun bleibe aber die wirkliche Einnahme um
1’600,000 Pf. hinter der Erwartung zurück, indess die wirkliche
Ausgabe die Voranschläge um 1’960,000 Pf. übersteigen, so dass sich
eine Differenz von 3’560,000 gegen die Voranschläge ergebe. — Die
ganze Summe, welche in dem gegenwärtigen (Rechnungs-) Jahre ge
borgt worden sei, betrage (mit Schatzscheinen und Bonds) 23, und
wenn man noch die Anleihe von 5 Mill, dazu rechne, 28 Mill. Pf.
Nachdem der Friede hergestellt, schlug der Kanzler der Schatz
kammer in der Unterhaussitzung vom 19. Mai 1856 eine Erraässigung
seines ursprünglichen Budgetentwurfs für 1856—57 vor. Hier die Haupt
punkte seiner Auseinandersetzung : In dem ursprünglichen Budget-
entwurfe waren 34’998,000 für die Land- und 19’876,000 für die