194
2-5
2-4
Maine 3-5 Nebraska ....
Dakota 31 Jowa
Wyoming .... 26
In Neu-Mexico und Arizona existirt eine gänzlich ver
kommene Bevölkerung von Mexicanern, welche die Zahl der
Illitteraten anschwellen macht. Die übrigen Staaten mit mehr
als IO pCt. Illitteraten sind ausnahmslos frühere Sklaven
staaten.
Die Grant’sche Administration bediente sich der Neger
stimmen zur Niederhaltung der rebellischen Weissen in den
Südstaaten. Seit aber die Aussöhnung der letzteren, oder
vielmehr der neuen Generation derselben, mit der Union statt
gefunden hat, seit viele Weisse aus den freien Staaten in die
Südstaaten eingewandert sind, dort Grundbesitz erworben, oder
Industrie und Handel begründet haben, befestigt sich die
Ueberzeugung unter allen Weissen der Union, dass man den
Negern das active und passive Wahlrecht entziehen müsse.
In den freien Staaten haben sich die Neger von 1870/80
von 377.000 auf 514.000 vermehrt, nicht so bedeutend, als in
den ehemaligen Sklavenstaaten. Sie sind hier Kellner, Diener,
üben keinen politischen Einfluss und sind also unschädlich,
vielfach nützlich, obschon stets unangenehm, denn sie sind
faul, schmutzig, hinterlistig und boshaft.
Nach dieser nothwendigen Abschweifung über die gegen
wärtige Situation der ehemaligen Sklaven in den Südstaaten,
wende ich mich wieder den materiellen Verhältnissen der
selben zu.
Man wird nun begreifen, wesshalb von den 393.990 Far
men unter 20 Acres Grösse in der Union 188.228, fast die
Hälfte, aut die kleine Gruppe der ehemaligen Sklavenstaaten
kommen, obschon doch hier von dem intensiven Gartenbau,
der auf den kleinen b armen der meisten anderen Staaten be
trieben wird, so gut wie gar keine Rede sein kann. Es vege-
tiren Negerfamilien, wahre Kanarienhecken, mit 8—10 und
mehr Kindern, in Schmutz und Faulheit auf ihrem Heerd von
Armuth und Schlechtigkeit — denn Felddiebstahl muss oft
da aushelfen, wo die Trägheit Mangel verursachte.
Auch an \ ich, einer Quelle des Reichthums und Bedingung