Dreizehntes Kapitel
DAS ELKINSSCHE VERMÖGEN
M* einem Vermögen, das nach vorsichtiger. Schätzung
50 Millionen Dollar beträgt, zweifellos aber viel größer
ist, ist Stephen B. Elkins einer der bedeutenden Multimillio-
näre der Vereinigten Staaten. Mit dem Reichtum solcher
Magnaten, wie der Vanderbilts, der Goulds, Morgans und
Hills verglichen, sind Elkins Besitzungen nicht bemerkens-
wert; er kann nicht in ihre besondere Klasse eingereiht wer-
den. Aber sein Reichtum hat ihn zu der Stellung eines der
mächtigsten Politiker des Landes erhoben; er ist einer der
rührigen, herrschenden Führer in dem Senat der Vereinig-
ten Staaten; der Staat West-Virginia ist im wesentlichen
sein Gebiet, nicht nur politisch, sondern in ausgedehntem
Maße sein persönliches Eigentum, Er besitzt oder beherrscht
viele seiner Berge und seiner Kohlenzechen und viel von
seinen andern natürlichen Hilfsquellen; einige seiner Eisen-
bahnen und auch seine Straßenbahngesellschaften gehören
ihm. Auch die vor einigen Jahren für 18 Millionen Dollar
an die Goulds verkaufte West-Virginia-Zentraleisenbahn
wurde von ihm beherrscht. In demselben Staate gehören
ihm Banken und Sicherungsgesellschaften, Baukorporatio-
nen, Koksanlagen, Wasserwerke und verschiedene andere
Besitzungen. Er hat große Gruben-, Land- und andere
Interessen im Westen.
West-Virginia ist Elkins’ Gebiet
Elkins ist der große reiche Herr, dessen Wort in West-
Virginia Gesetz ist. Ob der Staat demokratisch oder repu-
blikanisch ist, macht wenig aus; die Herrschaft über ihn ist
ausschließlich eine Familienangelegenheit. Während er ein
republikanischer Herrscher ist, war sein Schwiegervater,
Henry G. Davis, der in dem Rufe stand, ein Vermögen von
wenigstens 30 Millionen Dollar zu besitzen, lange Zeit der
demokratische Führer. Welche politische Partei auch die
Macht hatte, diese Familie stand immer auf der Seite der