um die Gerichtshöfe der Vereinigten Staaten zu betrügen,
and gleichzeitig verabredete Kennedy mit ihm einen Be-
trug der holländischen Aktionäre. Hill bestritt diese An-
gaben, aber Farley stellte in vielen gerichtlichen Verhand-
lungen immer wieder dieselben Behauptungen auf).
Das Verfahren, durch welches die Herrschaft erlangt wurde
Farley war ein unwissender, kaum des Lesens und Schrei-
bens kundiger Mann, der in Iowa etwas von den Eisenbahnen
kennen gelernt hatte, und seine Habgier war wohlbekannt.
Daß er zum behördlichen Verwalter von Kennedy gewählt
oder vielmehr dem Gerichtshof empfohlen wurde, wird in den
Sitzungsprotokollen der Gerichtshöfe bestimmt versichert 3).
Zweifellos wurde er von Kennedy infolge einer geheimen
Abmachung gewählt, da es bekannt war, daß er sich als ein
geschmeidiges Werkzeug erweisen würde. Wenn man
Farleys eigene beschworene Aussagen gelten lassen kann,
sollte er die Geschäfte der Eisenbahn schlecht leiten, damit
der Preis der Obligationen herabgedrückt würde; und er
sollte Hill und Kittson von jedem neu unternommenen
Schritt unterrichten. Zur rechten Zeit sollten Hill und Kitt-
son vortreten und die Herrschaft über die Eisenbahn er-
langen. Weder Hill noch Kittson besaßen das nötige Geld
dazu, aber nach Farley sollten sie jemand, der das Kapital
liefern würde, zwei Fünftel oder vierzig Prozent Zinsen
zeben. Farley behauptete, daß in diesem Abkommen
ferner dafür gesorgt war, daß drei Fünftel oder sechzig
Prozent Zinsen für ihn selbst und für Hill und Kittson
reserviert werden sollten — ein Fünftel für jeden der
Drei3).
Die allerwichtigste Sache war, im Hinblick auf den Er-
laß der gesetzgebenden Körperschaften von Minnesota,
der die Privilegien und Landbewilligungen mit Verfall
bedrohte, der sofortige Bau der Verlängerungen. Aber
1) Farley vs. St. Paul, Minneapolis and Manitoba Railroad Company, Federal
Reporter, 14, 114—118; United States Reports, Bd. 19, 303—318; Farley vs. Hill,
Federal Reporter, 39, 513—522; Farley vs. Norman W. Kittson et al., Minnesota
Reports, 27, 102—107. 2%) Federal Reporter 39, 516. 2%) Farley ve. Norman
W. Kittson et al., Minnesota Reports 27, 102.