61 —
an einem heimlichen Abkommen beteiligt zu sein (wie er
beschwor), durch welches ein solcher Verkauf auf betrüge-
rische Weise vorbereitet worden war. In dem Prozeß des
Jahres 1880 von Wetmore gegen die St. Paul und Pacific-
Eisenbahngesellschaft auf Aufhebung des Verkaufs schätzte
Richter Miller den Wert der fünfhundertfünfundsech-
zig Meilen Eisenbahn und der 2 586 606 Morgen Land
auf 20 Millionen Dollar oder mehr!). In der Tat brachte
allein ein Teil der Landbewilligung, abgesehen von dem
Eisenbahnbesitz selbst, der Gesellschaft Hill & Co. mehr als
das Doppelte der Summe, die sie für das ganze Besitztum
gezahlt hatten. Unmittelbar nach dem Zwangsverkauf
schlugen sie den größeren Teil der Landbewilligung für
13 068 887 Dollar los.
Einige Jahre vorher war Hill ein armer Mann; vielleicht
besaß er einige Tausend Dollar. Das beschriebene Ver-
fahren machte ihn sofort zum Millionär. Er und seine Ge-
sellschafter besaßen nicht nur die Eisenbahnobligationen,
sie verteilten auch das Aktienkapital unter sich. Hill und
Kittson erhielten je 57 646 Stammaktien und die andern
Mitglieder der Vereinigung ihren Anteil. Dazu kam, daß
sie in anderer Weise viel gewannen?). Sobald die Eisenbahn
sicher in ihrem Besitz war, begannen sie mit dem üblichen
Verfahren einer ausgedehnten Neuemission von Aktien.
Der behördliche Verwalter schwört, daß er in geheimem
Einvernehmen war
Farley war bitter enttäuscht, daß er nichts von der Beute
erhielt. Er war so fest entschlossen, das zu erhalten, was,
wie er behauptete, sein Anteil war, daß er sich nicht
scheute, seinen Verrat an seiner Pflicht als behördlicher Ver-
walter öffentlich bekannt zu machen. Er prozessierte vor
dem Obersten Gerichtshof von Minnesota gegen Kittson,
Hill usw. und behauptete, daß er nach der Abmachung
ein Fünftel des Aktienkapitals der Eisenbahn erhalten
sollte und ein Fünftel alles dessen, was Kittson, Hill und die
1) Dillons Circuit Court Reports, 1879—1880, 5, 531. 2) United States
Reports, Bd. 120, 308.