Contents : Die Eisenindustrie in Südrußland

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Wertung  der  Packhäuser,  die  Kosten  der  neuen  Häfen,  die  mit  dem
wachsenden  Verkehr  dann  auch  ohne  den  Zollanschlufs,  der  einen
Reichszuschufs  brachte,  doch  hätten  gebaut  werden  müssen,  die
Frage  der  Weserkorrektion.
Auch  fürchtete  man  traditionell  die  Zollformalitäten,  die  man
in  den  Jahren  vorher  im  Binnenlande  mit  allen  Schrecken  kennen
gelernt  hatte  und  mit  dem  Seehandel  unvereinbar  hielt  und  hatte
noch  nicht  gleich  die  richtige  Vorstellung  von  der  Lösung,  die  jetzt
gefunden  ist;  so  bedurfte  es  noch  des  Zwanges,  den  Bismarck  gegen
Hamburg  Anfang  der  achtziger  Jahre  durch  Verlegung  der  Zollgrenze
auf  die  Unterelbe,  die  durch  die  damalige  .Heuregulierung  der  Elbschiffahrtsakte ­
  mit  Österreich  ermöglicht  wurde,  auszuüben  versprach').
Der  Bremer  Reichstagsabgeordnete  Mosle  bekannte  sich  im  Gegensatz ­
  zu  seinen  Wählern  damals  als  Anhänger  der  neuen  Bismarckschen
Wirtschaftspolitik  agrarisch  industrieller  Schutzzölle  in  der  Frage  der
damals  schon  etwas  archaistischen  surtaxe  d’entrepot 1  2 )  und  sprach
gegen  Eugen  Richter,  der  gegen  die  Vergewaltigung  der  Hansestädte
protestierte.
Die  Phase  des  neunzehnten  Jahrhunderts  hat  allmählich  den
Gegensatz  Industrie  —  Handel  herausgestellt,  der  dem  Begriff  der  alten
Commerzien  des  Absolutismus  und  z.  T.  der  Städte,  des  gebundenen
Verkehrs  und  Kolonialhandels  nicht  eigentlich  eignet.
Der  alte  Strafsenzoll  hat  in  erster  Linie  als  Transitzoll  gewirkt.
Die  Städte  haben  ihre  Akzisen  und  Konsumtionen  als  Eingangsund ­
  Ausgangssteuern  ausgebildet.  Die  alten  Markt-  und  Pfundzölle
erfafsten  das  Gut  im  Umsatz.  Die  Stapel-  und  Niederlagsabgaben
haben  eine  besondere  Stellung,  je  nachdem  sie  Ablösungen  sind  oder
nur  Leistungen  der  öffentlichen  Anstalten  bezahlt  machen.  Die
Beziehungen  zur  Friedwirkung  können  hier  aufser  Betracht  bleiben,
mag  man  sich  auf  den  alten  Zoll  etc.  beziehen,  oder  auf  die  Geleite.
Das  Land  stand  nur  durch  die  Städte  mit  dem  Verkehr  in  Beziehung.
Die  partikulären  Zollbünde  Deutschlands  haben  ihren  Kampf
noch  mit  einem  besonderen  Transitzoll,  mit  dem  sie  das  ihre  Grenzen

1 )  Vgl.  dazu  G.  F.  Beutner,  Der  ZollanschMs  der  Hansestädte  Hamburg ­
  u.  Bremen,  e.  Zeitstudie,  Berlin  1880,  S.  30  ff.;  Ed.  Engelhardt,
Discussions  des  derniers  actes  conventionnels  relatifs  au  regirae  des  fleuves
internationaux,  Revue  de  droit  international,  tome  XIII,  1881,  p.  191  et  s.;
A.  Ho  ff  mann,  Deutsches  Zollrecht,  I.  Bd.,  Gesch.  d.  d.  Zollrechts,  Leipzig
1902,  S.  98  ff.;  u.  a.
2 )  Über  seine  Stellung  in  Bremen  vergl.  a.  Const.  Bulle,  Geschichte
der  neueren  Zeit  1815-1885,  II.  Auf!.,  IV.  Bd.,  Berlin  1888,  S.  434  ff.
            
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