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nehmen, die Carnegie ihm als seine Anteile an den verschiedenen
Werken anbot, obgleich er sie für ein armseliges
Almosen hielt im Vergleich zu dem wahren Wert seiner
Interessen. Aber gesetzlich konnte er nichts machen; er
ging weg und nährte sein Lebenlang bitteren Groll gegen
Carnegie. Seitdem war er eine abgetane Figur und hatte mit
der Gesellschaft, die aus seinem Werk entsprungen war,
nichts mehr zu tun.
Bereits 1855—56 hatte Sir Henry Bessemer in England
die Stahlbereitung mittels der großen drehbaren Gefäße,
der „Bessemer-Birnen“, gezeigt; zwischen 1868 und 1873
hatten in den Vereinigten Staaten mindestens vier verschiedene
Werke begonnen, nach dem Bessemer-Verfahren
zu arbeiten.
Die Carnegies schickten jetzt William Coleman aus, um
diese amerikanischen Stahlwerke zu besichtigen, und bald
darauf ging Andrew Carnegie selber nach England, um daselbst
das Bessemer-Verfahren zu studieren. Coleman war
der Schwiegervater von "Thomas M. Carnegie, und er soll
die Idee gehabt haben, Stahlschienen zu produzieren. Man
begrüßte die Idee als außerordentlich glänzend und zeitgemäß:
die alten Eisenschienen, die bis dahin gebraucht
wurden, waren für den immer größeren Verkehr vollkommen
unzulänglich; sie bekamen Brüche, und daraus ergaben
sich Entgleisungen von Lokomotiven und Zügen mit
großen Verlusten an Menschenleben. Außerdem mußte
sie sich sofort rentieren: da die Eisenbahnbeamten als „stille
Teilhaber“ wirkten, mußten sofort große Aufträge kommen,
und wenn erst die Pennsylvania-Bahn die Stahlschienen eingeführt
haben würde, würden die anderen Bahnen gezwungenermaßen
folgen.
Aber zwischen der Idee und ihrer erfolgreichen Ausführung
war ein himmelweiter Unterschied. Die Idee war
ainfach, die Ausführung aber verlangte technische Einrichtungen
und Erfindungen, wovon weder Coleman, noch
Phipps, noch die Carnegies die leiseste Idee hatten. Mit
wessen Hilfe sie es fertig bekamen, diesem Mangel abzuhelfen,
soll später beschrieben werden. Es mag genügen,
wenn wir sagen, daß Colemans Bericht so günstig ausfiel,