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schöpft“, aber vergebens. Wie gewöhnlich war es die
„ungeregelte Lobby“, die man tadeln mußte und die ge-
reinigt werden sollte.
So viel über Sages Laufbahn bis zu der Zeit, als er und
Gould sich zu den Union-Pacific-Manipulationen und an-
deren Geschäften verbanden.
Drittes Kapitel
NOCH EINMAL GOULDS VERMÖGEN
As Jay Gould im Jahre 1887 vor den Untersuchungs-
ausschuß der Regierung, die Pacific-Eisenbahn- Kom-
mission gebracht wurde, ließ er sich nur zu geringer Aus-
kunft herbei; was aus ihm herausgelockt werden konnte,
war sehr dürftiger Art. Er sagte, daß er durch den An-
kauf von 100 000 Anteilscheinen im Jahre 1873 einen
herrschenden Einfluß auf die Union-Pacific-Eisenbahn-
zesellschaft erworben habe, und daß sein Besitz später auf
200 000 Anteilscheine gestiegen sei!). Sein Hauptverbün-
deter, Russel Sage, sagte aus, daß er selbst im Jahre 1868
oder 1869 angefangen habe Union-Pacific-Aktien zu kau-
fen?). Sobald diese Männer und ihre Genossen sich die
Macht gesichert hatten, begann ihre geschäftige Tätigkeit.
Ohne irgendeine vermittelnde Förmlichkeit wurden sofort
200 000 Anteilscheine ausgegeben, die nur als Beweis
dienten, welche Macht zu gegenwärtiger und zukünftiger
Ausbeutung sie sich anmaßten.
Die Beraubung ganzer Eisenbahnnetze
Eine der Eisenbahnen, die Gould, Sage, Sidney Dillon?)
and ihre Helfershelfer persönlich kauften und dann an sich
1) Pacific Railway Commission, U, S. Senate Executive Documents, First
Session, Fiftieth Congreß, 1, 53 und 447. 2) Ebenda, 340.
3) Dillon war der Begründer eines umfassenden Vermögens; seine Nachkommen
gehören zu den bedeutendsten Eisenbahnbesitzern der Vereinigten Staaten.