10, Titel: Aufirag. S$ 662.
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Unfpruchs auf Abtretung der Rechte auZ einem Grundftückskaufvertrage Urt. d. DHLG.
Sena vom 10. Mai 1905 Recht 1905 S. 471).
. Cin mandatum praesumtum ift dem LOB. im Gegenfaße zum PLR. fremd
(MM. 11, 529); in der Regel werden in derartigen Fällen die $S 677 ff. anwendbar fein.
, Seloyertändlih kann der Auftrag auch dadurch zuitande Kommen, daß jemand
Rh zur unentgeltliden Gefchäftsbeforgung für einen anderen erbietet und der andere
diefes Erbieten annimmt.
14. Gegenitand des Auftrags ift die Beforgung eine8 Ge{häft8.
a) Ueber den Begriff der Gefhäftsbeforgung 1. Bem. 2, b zu $ 675.
5) Da unter den Auftrag die Beforgung eines jeden SGefhüfts, nicht nur die
eines RechtSgelhäfts fällt, kann e5 fich fowobhl um eine rein tatfädh-
liche al8 um eine jurififche KEtigleit handeln (Veiorgung eine8 Briefes —
Ab{Oluß eınes KaufvertragS; vgl. Bem. 2, b zu S 675). Sm lebteren Halle
zebt der Yuftrag entweder dahin, daß der Beauftragte das RKechtägelchäft
m eigenen Namen, oder dahin, daß er e3 im Namen des Auftraggebers (al8
yeffen Bevollmächtigter) vornehmen fol {f. Xorbem. 3, a). Immer aber muß
sine HE „Handlung“ in Frage Heben. Das bloße Gemöhrenlaflen
3. DB. die Einräumung eines Plakes auf einem phrnebdieS an einer Wettfahrt
zeilnehmenden Automobil) begründet kein Yuftrag2verhältnis im Sinne des
3 662 (Urt. d. Reichsger. vom 13. Dezember 1906 RNGE. Bd. 65 S. 18.
Segenftand des Auftrags kann auch die Beforgung einer Reihe von Gefihäften,
nsbefondere die Verwaltung eine ganzen Vermögens fein. Das BLR.
Zi. 1 Tit. 14 88 109 #.) fannte einen befonderen Yerwaltungsverfkrag.
Nach dem BOB. gilt hiefür nichts Befonderes (Me. I, 529; vol. ZBO. S 31
Jinfichtlich des Gerichtsftandes für Klagen aus einer IK ermögensverwaltung).
Ueber die Verwaltung des Vermögen8 der Zr au bei Öütertrennung 1. $ 1430
ınd Dem. 4 Hiezu, über die Xerwaltung Des Vermögens des volljährigen
Rindes |. 8 1619 und Bem. 5 hiezu.
Cb ein zur Vornahme eine8 verbotenen oder au anderen Öründen
1ichtigen RMechtsgefchäfts erteilter al "7 Rechtswirkfamfkeit entbehrt,
it im Gefebe nicht ausdrücklich beftimmt (IM. 11, 529; vgl. Windfheid-Kipp,
Band. Bd. 2 S. 798, hayr. Oberft. LG. Bd. 8 S, 598, Bd 11 S. 298 ff.)
ach den 88 134, 138 Nbf. 1 wird ein folcher EEE nichtig
jein; vgl. NMOE, Bd. 42 S. 134: „Gegenitand des Auftrags Kann felblt-
verfändlih immer nur ein rechtlich zuläffiger Wit fein“
Neber die Nechtswirkffamkeit eine8 Auftrags, deflen Gegenftand Spiel,
Wette, Lotterie, Ausfpielvertrag oder Differenzgejchäft bildet, 1. Bem. VI, 1
u 8 762, Bem. 4 umd 6 a. E. zu $ 7683, Bem. 2, e und 5 zu S 764.
N Neber Aufträge, deren Gegenitand eine unmöglidhe Leiftung
5ildet, |. 88 306, 307. N
Verpflichtet {ih jemand, einem anderen unentgeltlich Leiliungen 3zu ge
mäbhren, die als Beforgung eine8 Gefjdhäfts nicht erachtet werden
fönnen (vgl. Bem. 2, b und 3 zu S 675), fo liegt nicht ein Auftrag im Sinne
der 88 662 ff., fondern ein Defonderes Necht&geichäft vor, dos im BOB.
nicht felbhändig geregelt iit (vgl. oben S. 524 Duff. 2, d der Einl. zu diefem
Abfchnitt). Nach dem durch Wuslegung zu ermittelnden Barteiwillen bemißt
ich folchenfall8, ob umd inwieweit insbe]. binjichtlih der Haftung für Ler-
jchulden, Werzug, Gewährleifrung, Sa die einfchlägigen Worfchriften
über Auftrag, Schenkung, Dienit- oder _Werkvertrag entipredhende Un-
vendung finden Können (ebenfo Urt. d. OLG. Bamberg vom 21. Oktober 1905
Yipr. d. OLG. Bd. 12 S, 84 ff, Neumann Borbem. V, 2, Crome S 253, I,
ROÖOR Komm. Borbem. 2 vor $ 662 und nunmehr auch Dertmann Worbem. 2, a, 8;
md. An]. ohne überzeugende Begründung Plan Vorbem. II, 2). Häufig
mird Hbrigens in derartigen Füllen der Wille, ch rechtlich zu verpflichten,
zit nachweisbar jein I. oben Ben. 2, a und Crome a. a. DV.)
5. Für den Inhalt und Umfang des Auftrags ift der Wille der Parteien ent-
[heidend, bei deffen Ermittelung die Borfchriften der SS 133, 157, 242 zu beachten find.
Ueber das in diejer Beziehung früher geltende Recht f. Me, II, 530 Mote 1.
6. Neber die aus dem Yuftrage fich ergebenden Rechte und Pflichten der Ber:
tragfehliekenden f{. außer S 662 insbejondere SS 666, 667, 670 und Bem. Hiezu (vol.
auch land Dem, 5 und 6 zu & 662). Ueber die Haftung des Auftraggebers und des
Beauftragten |. Vorbem. 5 Byte Bem. 6 zu 8 670.
MN]