S 808. — 23. Sitel: Borlegung von Sachen. Borbemerkungen, 1533
yır @läubigerfchaft au Bem. 1, e zu S$ 952 und die bei YWarneyer A
Bd. 2 und 3 zu 8 808 zitierten Entfch., fowie RGES. Iur. Wichr. 1910 S. 329
Nr. 2 (Zeitpunkt des Forderungslibergangs) und 1909 S. 413 (Klage des
3effionar8 gegen den Bedenten auf Einwilligung der Auszahlung).
Die Berpfändung von Legitimation&papieren bat regelmäßig nach
$8 1280 ff. zu erfolgen; die8 auch bei Sparfaffeeinlagen (WGerftän-
digung der Sparkafjenverwaltung!), val. Bem. 3 zu S 1280. Eine „Ver-
pfändung“ des Sparbuch? allein fanıt nur al3 CEinräumung eine8 ver-
tragsmäßigen ZurücbehaltungSrecht8 rechtlich aufgefaßt werden, vgl.
Bem. I, 1, e zu $ 1204. Neber Verpfändung von WAHL
durch Nebertragung des mittelbaren BejibHes (3. DB. bei Leihhaus-
iqgeinen) vgl. Bem, 2, b, « zu $ 1205,
Ueber die Frage, vb und inwieweit der Ausfteller von Legitimationspapieren
ür wider Willen abhanden gekommene Haftet, vol. Langen, Arch.
}. bürgeri. N. Bd. 27 S. 181 und Bd. 30 S. 18 ff.
IV. Einen allgemeinen Yorbhehalt für die LandeSgefeggebhung enthält
Art. 99 ES. bhinfidhtliG der öffentliden Sparkaffen, f. die Bem. hiezu. .
Y. Wenen der Schuldverfchreibungen an Order 1. 8363 SGB. und die Art. 9 ff.
36, 74 der WO.
YL. Auf Sched8s, die auf den Inhaber Lauten, {ft 8 808 nicht anmendbar, da nach
$ 4 Ubi. 2 Sched®. der Sched auf den Inhaber als wirkliHes Inhaberpapier gelten
Soll (anders natürlich beim DOıberfchec), f. Merzbadher Bem. 5 zu S 4 Sched®. Wegen
de8 früheren RechteS |. au Hoffmann über Inhaberfcheds, Bank-Arch. Bd. 4 S. 133.
VIL Wegen des Berfidherungsicheins auf den Inhaber vgl. im befonderen
SS 3 und 4 des RG, über den Berfich.=Bertrag vom 30. Wat 1908, fowie Blumbardt
Hecht 1910 S. 788.
VIIL NebergangsSbeitimmungen f. in Art. 177 und 178 ES. mit Bem.
ı]
Dreiundzwanzigiter Titel.
Borkegung von Sadhen.*)
/Erläutert von Dr, Kart Kober.)
VBorbemerkungen,
I. m allgemeinen hat das Recht das Beftreben, den einzelnen nicht nur gegen
dbivefte Pörperlidje Eingriffe Dritter zu jHiülgen, Jondern die Privatintere{fenten-
iphäre des einzelnen überhaupt abzugrenzen gegen unbefugte Einblide der Außenwelt. So
mird z.B. durd $ 299 St@B. das Briefgeheimnts gehlitet (vgl. Hiezu au $ 823, fomwie
Bem. IT, 1, d zu 8 809) und in 8 300 die unbefugte Offenbarung von Privat-
geheimnifien dur Rechtsanwälte, Nerzte 20. mit Strafe bedroht. Bal. ferner 88 120 {f. de?
Bew.-UnfaNverfiderungsgejege& vom 30. Juni 1900 (Verrat von Betriebsgeheimnifjen)
und des S 17 de8 RG. gegen den unlauteren Wettbewerb vom 7, Juni 1909 (Verrat von Ge=
Ihäftageheimnijfen), Vgl. hiezu inZbel, Giesfer, Das Recht der Brivaten an der eigenen
Seheimiyhäre, 1904.
*) Literatur: Demelins, Die Erhibitionspfligt 1872; Kohler, Prozeßrechtliche
Studien (Exhibition u. Gewerbegeheimni8) S. 78 f,; derfelbe im Arch. f. d. zivilift.
Lrayis Bd. 79 S, 1. „Zur Editionslehre“; Unger, actio ad exhibendum in Iherings
Yahıb. Bd. 33 S. 305 f.; Apt, Die Pflicht zur Urkundenedition in dogmengefchichtlicher
Entwicklung, Berlin 1892; Huagagenberger, Die Pflicht zur Urkundenedition nad ber
BO. u. dem Entwurfe eines BSGB., mit einer hiftoriihen Einleitung und einem Anhange:
Die Ardhivbenubung, München 1889; Dierfhke, Die Borlegung von Sachen zur Be-
Tichtigung nad 5GB., Jena 1901 (Fijher3 Zwangloje Hefte); Heldmann, Die Pflicht zur
Borlegung von Augenfeheinzobjekten, Ztichr. f. Deutihen Zivilprozeß Bd. 26 Geft 4;
Siegel, Borlegung von Urkunden im Prozeß, 1904; Gie83ker, Das Recht der VBrivaten
an der eigenen SGSeheimiphäre. 1904.