Full text : Über Fragen des Geldwesens und der Valuta während des Krieges und nach dem Kriege

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Die englischen Geld- und Valutaverhältnisse zur
Zeit der sog. Bankrestriktion (1797 —1821) und
ihre Bedeutung für die Beurteilung der Verhältnisse
 des deutschen Geldwesens im Weltkriege.

Der Krieg, den England mit. Frankreich führte und der von 1793
ab über 20 Jahre dauerte, gab Anlaß zu einschneidenden Änderungen
des englischen Geld- und Bankwesens!). Die Kriegsausgaben waren
gewaltige und betrugen während des ganzen Krieges rund 17 Milliarden
Mark, eine für die damaligen Zeitverhältnisse ungeheure Summe. Allein
in den 4 Jahren von 1793 bis 1796 hatte sich die fundierte Staatsschuld
Englands um 134,5 Mill. £ vermehrt. Infolge der großen Zahlungen
der Regierung an das Ausland besonders für den Unterhalt der Truppen
und für Subsidien an die Verbündeten gestaltete sich die englische
Zahlungsbilanz immer ungünstiger. So war die englische Regierung
gezwungen, immer größere Kredite bei der Bank von England aufzunehmen,
 und da diese Kredite für das Ausland bestimmt waren und
deshalb hauptsächlich in Gold gegeben werden mußten, verminderte
sich der Barvorrat der Bank von England immer mehr. so daß er schließ-1)

 Vgl. zu den folgenden Ausführungen besonders die Werke von
Tooke u. Newmarch, Die Geschichte und Bestimmung der Preise während
der Jahre 1793—1857. Deutsch von C. W. Asher. 2 Bände 1858 u. 1859.
M. Bouniatian, Geschichte der Handelskrisen in England im Zusammenhang
 mit der Entwicklung des englischen Wirtschaftslebens 1640—1840. München
L908.
P. Aretz, Die Entwicklung der Diskontpolitik der Bank von England 1780
bis 1850, Berlin 1916.
J. Wolter, Das staatliche Geldwesen Englands zur Zeit der Bankrestriktion
(1797—1821). Abhandlungen aus dem Staatswissenschaftlichen Seminar zu
Straßburg, Heft XXXILL. Straßburg 1917.
Diehl, K., Sozialwissenschaftliche Erläuterungen zu David Ricardos Grundgesetzen
 der Volkswirtschaft und Besteuerung, II. Teil. Leipzig 1905.
            
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