Wie aus dieser Zusammenstellung zu ersehen ist, kann
der Wohlstand unserer Wirtschaft nicht gemessen werden
an der bloßen Existenz des Überschusses der Handelsbilanz,
sondern hauptsächlich an dem Umfange des
Außenhandels und es ist klar, daß die Verminderung
ein Sinken der Produktion zur Folge hatte, ein Ansteigen
der Arbeitslosigkeit und eine Schmälerung des
Wohlstandes.
Der Überschuß der Handelsbilanz ist dagegen sehr
wichtig für die Zahlungsbilanz und für die internationale
Position unserer Währung.
Mit der Schrumpfung des Handelsumfangs in solchem
Ausmaße begann auch die Zahl der Arbeitslosen
anzuwachsen, die nach der amtlichen Statistik die
höchste Ziffer im Februar 1933 mit 920.182 gegenüber
631.736 im Februar 1932 erreichte. Ende des Jahres
1933 betrug diese Zahl 778.150 gegenüber 746.311 Ende
des Jahres 1932.
Mit der Verminderung der Produktion für den Export
und mit dem Anwachsen der Arbeitslosigkeit wuchsen
auch die Schwierigkeiten der Staatskasse, welche infolge
des gesunkenen Transports unter dem Defizit der
Staatsbahnen litt, ferner unter dem Sinken der
Staatseinnahmen und unter steigenden Ausgaben für
die Arbeitslosenunterstützung. Diese Schwierigkeiten
konnten nicht vermieden werden, trotzdem zum Ausgleich
des Staatsvoranschlags neue Steuern eingeführt
und die Sätze der bisherigen Steuern erhöht wurden,
besonders die Sätze der Einkommen- und der Umsatzsteuer,
Auf diese Weise wurde der Druck der öffentlichen
Lasten als Bestandteil des Produktionsaufwan-38