schaftspolitik der Weg zur Deflation angetreten wurde,
die sich in der Volkswirtschaft durch den Druck auf
Herabsetzung der Wirtschaftsziffern zeigte, die mit den
Produktionskosten zusammenhängen, besonders auf die
Löhne, welche Tendenz sich langsam auch in der öffentlichen
Wirtschaft geltend macht, mit der Ausnahme,
daß der Ausfall, der auf diesem Wege nicht eingeholt
werden kann, durch die schon oben erwähnte Erhöhung,
der Steuerlasten ergänzt wird. Gleichzeitig wird im
Jahre 1933 durch das bekannte Gesetz über die Kuponsteuer
und Zinsenherabsetzung auch der Zinssatz heruntergedrückt,
wodurch im Produktionsaufwand auch
die Kapitalanteile vermindert werden. Aber bei den
ständigen Ansprüchen des Staates an den Kreditmarkt
hat diese Maßnahme nicht den erwarteten Einfluß, wobei
auch die mehrmalige Herabsetzung des offiziellen
Eskomptsatzes der Nationalbank nichts hilft.
Die bisher durchgeführten Deflationsmaßnahmen genügen
aber durchaus nicht, als sich auf dem Weltmarkte
sukzessive der Einfluß der Dollar- und Pfundsenkung,
sowie die Entwertung des japanischen Yen um 60 Prozent
fühlbar machten, welch letzterer noch durch den
sozialen Dumping gesteigert wurde. Infolgedessen, wie
auch durch die wachsenden handelspolitischen Schwierigkeiten
ging die Ausfuhr weiter auf den niedrigsten
Punkt im Jahre 1933 herunter und die Krise vertiefte
sich weiter. In dieser Zeit wurden von der Finanzverwaltung
weitere radikale Schritte zum Ausgleich des
Staatsvoranschlages im Jahre 1934 unternommen, durch
Neuregelung der Arbeitslosenunterstützungen und aus-38