des eher gesteigert, obwohl ein entgegengesetztes Vorgehen
am Platze gewesen wäre, da unterdessen aus dem
Auslande sich infolge des Preissturzes auf den Weltmärkten
auch auf dem einheimischen Markte ein Druck
auf die Preise fühlbar machte. Dieses scheinbar gegensätzliche
Vorgehen der Finanzverwaltung ist einerseits
daraus zu erklären, daß ihre erste Sorge die Herstellung
des Gleichgewichtes in der Staatswirtschaft um jeden
Preis sein mußte, außerdem hat ihr Drängen nach Herabsetzung
der Staatsausgaben zu dieser Zeit noch nicht
die erforderliche politische Unterstützung erreicht.
Außerdem zeigte sich das im Voranschlag erzielte
Gleichgewicht immer wieder gestört durch ein größeres
Absinken der Wirtschaft und dadurch auch der Staatseinnahmen,
als anfangs vorausgesetzt werden konnte.
Die Konsequenzen dieses unheilvollen Zustandes in der
Staatswirtschaft, wo Defizite in der Höhe von über 1%
Milliarden K€ in jedem der Jahre 1931, 1932, 1933 durch
Kassenanleihen gedeckt werden mußten, machten sich
ungünstig auf dem Geldmarkte geltend; dessen Erschöpfung
durch die öffentliche Hand hat bei dem verlangsamten
Zuwachs der Ersparnisse einen ungünstigen
Einfluß auf den öffentlichen und privaten Kredit, der
dadurch verteuert wird. Die Rentabilität der Staatsanleihen
erreichte im Jahre 1932 wieder 8 bis 10 Prozent,
wie zur Zeit der größten Baisse im Jahre 1924.
Es ist ersichtlich, daß durch die Herabsetzung der
Gehälter der öffentlichen Angestellten und durch bedeutende
Restriktion des gesamten staatlichen Ausgabenvoranschlages
in der tschechoslovakischen Wirt-37